Fridolin Stiers Übersetzung von Psalm 16: „Darum freut sich mein Herz, / und jauchzt mein Leben / und wohnt gar sicher mein Leib. / Denn nicht zur Abwelt versetzt du mein Leben, / nicht gibst du deinen Getreuen die Grube zu schauen. // Du lässt mich erkennen den Weg in das Leben, / machst satt mich an Freud über Freude vor dir, / an Wonnen dir zur Rechten immerdar.“

Du hast mir das Los geworfen. Psalm 16

1 Ein Sühnelied Davids.
Bewahre mich, Gott!
Denn ich berg mich in dir.
2 Ich spreche: Du JHWH, du bist mein Herr,
mein Gut, keines höher als du.

3 An den „Heiligen“ die da sind im Land,
an den „Hehren“ – habe ich mein Gefallen.
4 Mehren sollen sich die Wehen derer,
die Fremdem folgen.
Lass sie die Lust versäumen.
Nie gieße ich mit meinen Händen
ihre Weihgüsse dar,
nie heb ich auf meinen Lippen ihre Namen empor.

5 JHWH, du hast milden Wein
mir im Becher zugeteilt,
du bist es, der mein Los geworfen.
6 Die Messschnüre sind mir gefallen
auf wonnigen Grund,
und meinen Besitz hat der Höchste gezeichnet.

7 Als Segnenden preis ich JHWH,
darob, dass er mir rät,
und nachts meine Nieren mich mahnen.
8 Ich stelle JHWH mir stets gegenüber,
ja, von seiner Rechten schwenk ich nicht ab.

9 Darum freut sich mein Herz,
und jauchzt mein Leben
und wohnt gar sicher mein Leib.
10 Denn nicht zur Abwelt versetzt du mein Leben,
nicht gibst du deinen Getreuen die Grube zu schauen.

11 Du lässt mich erkennen den Weg in das Leben,
machst satt mich an Freud über Freude vor dir,
an Wonnen dir zur Rechten immerdar.

Übersetzt von Fridolin Stier

Quelle: Fridolin Stier, Mit Psalmen beten, hrsg. v. Eleonore Beck, Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk, 2001, S. 56f.

Hier der Text als pdf.

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