Gisbert Greshake, Wüste – Ort der Gegenwart Gottes: „Wüste ist der Raum, wo der Mensch auf seine eigene Win­zigkeit und Ohnmacht verwiesen wird. Sie ist der Ort des Bö­sen und des Todes. Bis heute noch ist die geologische Wüste ein solcher Ort. Überall findet man Spuren des Todes: blei­chende Knochen von Kamelen, Schafen und Ziegen und zahlreiche Autowracks, die bezeugen, daß viele ihren Weg abbrechen mussten und nicht wunschgemäß ans Ziel gekom­men sind. Gerade so aber, als Ort des Todes und des Bösen, ist die Wüste ein Bild jener Dimension unserer Existenz, in der wir allein sind, verlassen, ungeborgen, vielen Gefährdun­gen ausgesetzt. Sie ist gleichsam eine ‚Ikone‘ dafür, daß es Augenblicke und Situationen in unserem Leben gibt, in de­nen wir auf unsere eigene Nichtigkeit zurückgeworfen wer­den und Todeserfahrung machen.“

Wüste – Ort der Gegenwart Gottes Von Gisbert Greshake Wenn in der Heiligen Schrift von Wüste die Rede ist, so … Mehr

‚Wüstgläubig‘ als schwäbischsprachiger Ehrentitel für Evangelische: „‚Wiaschtgläubige‘ wurden evangelische Christen abfälligerweise in katholischen Gebieten Südwestdeutschlands, wie zum Beispiel Oberschwaben, bis weit ins letzte Jahrhundert hinein bezeichnet. Man kann als Christ dieser Bezeichnung etwas Positives abgewinnen: Wer in der Wüste bzw. in Wüstenzeiten seinen Christus-Glauben bewährt, wird zur göttlichen Lebensoase finden.“

‚Wüstgläubig‘ als schwäbischsprachiger Ehrentitel für Evangelische „Wüstgläubig“ bzw. „Wiaschtgläubige“ wurden evangelische Christen abfälligerweise in katholischen Gebieten Südwestdeutschlands, wie zum Beispiel … Mehr

Alfred Delp, Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Es steht schlimm um ein Leben, wenn es die Wüste nicht besteht oder sie meidet. Die Stunden der Einsamkeit müssen mit denen der Gemeinsamkeiten in einem bestimmten Verhältnis stehen, sonst verkümmern die Horizonte und werden die Gehalte zerredet und vertan. Das ist eine der bewußten Befreiungstaten, die der Mensch an sich selbst tun muss, dass er sich immer wieder in der Einsamkeit dem großen Frager und dem echten Anblick der Dinge stellt.“

Der Stern wird über der Wüste stehen (Epiphanias 1945, Haftanstalt Berlin-Tegel) Von Alfred Delp In diesen Wochen der Gebundenheit habe … Mehr

Walter Brueggemann, Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln): „Das Wunderbare an der Verteilung dieses Brotes ist, dass ihre wettbewerbsfreie, nicht hortende Praxis wirklich funktioniert, und zwar für alle! Diejenigen, die viel sammeln, haben nicht zu viel; die, die wenig sammeln, haben keinen Mangel. Das Brot kommt dorthin, wo es gebraucht wird, und jeder hat genug davon. So wird das Brot zu einem Mittel, um auf Gottes Verlässlichkeit zu vertrauen und mit den Nachbarn in vertrauensvoller Gerechtigkeit zusammenzuleben.“

Kommentar und Überlegungen zu Exodus 16,1-36 (Manna und Wachteln) Von Walter Brueggemann Die Wüste ist für Israel nach wie vor … Mehr