Heinz Brunotte über die Sorge in der Bibel: „Die Bibel kennt, besonders in den von zeitgenössischer Philosophie beeinflußten Schriften der Weisheitsliteratur des Alten Testaments, die Sorge als den die Seele bedrückenden Zustand. Auch in der Bibel befindet sich der tiefste Pessimismus: Sorge macht alt vor der Zeit; es ist ein jämmerlich Ding um aller Menschen Le­ben: da ist immer Sorge, Furcht, Hoffnung und zuletzt der Tod. Über den Zusam­menhang von Sorge und Tod vergleiche auch Sirach 41,1-4.“

Sorge, sorgen, sorglos in der Bibel Von Heinz Brunotte Der natürliche Mensch stellt sich häufig als der von Sorgen gequälte … Mehr

Martin Luther über Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26): „Das ist uns zu einer mächtigen, großen Schande gesagt, dass wir nicht so handeln können, wie die Vögel es tun. Ein Christ sollte sich vor einem Vogel schämen, weil dieser eine Kunst beherrscht, die er nie gelernt hat. Wenn du ihm im Frühling, wenn die Vögel am schönsten singen, sagen würdest: ‚Warum singst du so fröhlich, hast du doch noch kein Getreide in den Scheunen?‘, er würde dich verspotten. Es ist ein gewaltiges Beispiel, das uns wahrlich ins Herz treffen und uns anspornen sollte, Gott mehr zu vertrauen, als wir es tun.“

Vögel als Lehrmeister der Sorglosigkeit (zu Matthäus 6,26) Von Martin Luther Von den Vögeln spricht er [Jesus] so: „Seht die … Mehr

Karl Barth über Sorge und Furcht (Kirchliche Dogmatik, 1942): „In der Sorge geht es ausgesprochen um vorletzte verhältnismäßig übersichtliche Dinge, um die Fragen der künftigen äußeren Lebensgestaltung: der Unsicherheit seiner Zukunft gegenüber möchte sich der Sorgende im voraus sichern, bevor er weitergeht, bevor er dem, wofür er eigentlich leben sollte, weiterhin zu leben sich entschließen will. Der Sorgende argumentiert: primum vivere, deinde philosophari! Auch er fürchtet sich im Grunde.“

Über Sorge und Furcht (Kirchliche Dogmatik) Von Karl Barth Man kann sich die gerade in seinem Freiheitscharakter begründete Unbedingtheit des … Mehr