Aus dem 41. Gebet von Gregor von Narek (951-1003): „Wiedergeboren zum Leben werden die, die tot waren. / Dann sind die Verletzungen geheilt, / vernarbt die Wunden, / zu nichts ist gemacht, was Fäulnis war. / Es verschwinden alle Traurigkeiten. / Es hört das Stöhnen auf. / Entflohen sind die Finsternisse, / zerteilt ist der Nebel, / weggeblasen ist der Dunst. / Es lichtet sich das Undurchdringliche. / Die mähliche Dämmerung kommt zu ihrer Vollendung. / Das Dunkel entweicht. / Davon eilt die Nacht.“

Zwiegespräch mit Gott (aus Gebet 41) Von Gregor von Narek Eine besondere Poesie zeigen die hymnischen Dichtungen aus der Armenischen … Mehr

Gregor von Narek aus dem 12. Gebet: „Mehr als die Hoffnung ist es die Liebe, die mich zu Gott hinzieht. So sehne ich mich auf ewig nicht so sehr nach den Gaben, als nach dem, der sie gibt. Auch wünsche ich mir nicht die Herrlichkeit, sondern möchte den Herrlichen selbst umarmen. So brennt in mir nicht die stete Sehnsucht nach Leben, sondern der Gedanke an den, der das Leben spendet. Ich lechze nicht danach, Freuden zu genießen, sondern weine Tränen aus meinem tiefsten Inneren, weil ich dem begegnen möchte, der mir die Freuden bereitet.“

Aus dem 12. Gebet Von Gregor von Narek Eine besondere Poesie zeigen die hymnischen Dichtungen aus der Armenischen Apostolischen Kirche, … Mehr