Dietrich Bonhoeffer, „Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: segnen.“ Meditation zur Losung vom 8. Juni 1944: „Das war die Antwort Gottes auf die Welt, die Christus ans Kreuz schlug: Segen. Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat sie eine Zukunft. Segnen, das heißt die Hand auf etwas legen und sagen: du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt.“

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Eberhard Bethge, Dietrich Bonhoeffer — Der Mensch und sein Zeugnis (1955): „Bonhoeffers Eindringlichkeit ist die Fähigkeit, die Sache aufregend und bindend zu machen. Sie ist fern jeder Zudringlichkeit, weil er nichts höher achtet, als Menschen auf die eigenen Füße zu stellen. Das Gefühl für Zeit, Ort und Situation des Gegenübers waren außerordentlich wach in ihm. Ich erinnere an die charakteristische Stelle, als er im Bomben­hagel dem nach Gott schreienden Mann neben sich mit dem Blick auf die Uhr nur zuruft: ‚Es dauert höchstens noch zehn Minuten‘.“

Dietrich Bonhoeffer — Der Mensch und sein Zeugnis (1955)1 Von Eberhard Bethge I. Die Stimme Dietrich Bonhoeffers hat einen vielfachen … Mehr

Eberhard Bethge über Dietrich Bonhoeffer. Person und Werk (1954): „Bonhoeffer hatte die seltene Fähigkeit des Gegenwärtig-seins, das Thema der jeweiligen Zukunft aufzuspüren und seine Formel zu finden in einer zwingenden Einheit von Denken und Handeln. Leider gehört die Skizze, die er über das Phänomen der Zeit, des Vergangenen und des Kommenden, geschrieben hat, zu den ver­lorenen Papieren aus der Tegeler Zelle.“

Dietrich Bonhoeffer. Person und Werk[1] Von Eberhard Bethge I. Dietrich Bonhoeffer wußte zwei Dinge. Er wußte, daß einer die Schönheit … Mehr