Die 12 Hauptartikel der Bauernschaft Dem christlichen Leser Fried und Gnad Gottes durch Christum. Es sind viele Widerchristen, die jetzund … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Paul Tillich, Das Ja zum Kreuze. Radioansprache an die deutschen Freunde von 1949: „Sagt Ja zu Eurem Kreuz, sagt Ja zu dem, daß Ihr ausgestoßen seid, Euch selbst ausgestoßen habt. Es bedarf nur dieses einen Jas und Ihr seid nicht mehr ausgestoßen, Ihr seid Mitträger einer Gemeinschaft, die größer ist, als alles Verstoßen-Sein. Ihr, das deutsche Volk ist auferstanden. Aber es gibt keinen anderen Weg dazu, als ja zu sagen zu seinem Kreuz.“
Das Ja zum Kreuze. Radioansprache über »Die Stimme Amerikas« an die deutschen Freunde im Jahre 1949 Von Paul Tillich Meine … Mehr
Martin E. Marty (1928-2025) über Dietrich Bonhoeffer (1906–1945): „Bonhoeffer wird heute vor allem für seine Interpretation der modernen Geschichte in Erinnerung behalten, die er auf Grundlage dieser Beobachtungen sowie seines Bibelstudiums während der Gefangenschaft entwickelte. Aus christlicher Perspektive betrachtete er die Säkularisierung als einen weitgehend positiven Prozess. In einer viel beachteten historischen Analyse erkannte er, dass der ‚Gott der Erklärung‘ allmählich aus der europäischen Geschichte verschwand – und mit ihm das, was er das ‚religiöse Apriori‘ nannte. Mit diesem Begriff meinte er die Vorstellung, dass ein Mensch eine bestimmte Metaphysik, eine spezifische Sicht auf Transzendenz oder eine besondere Form der Frömmigkeit und kirchlichen Existenz übernehmen müsse, bevor er Christ werden könne. All dies, so Bonhoeffer, gehöre zur spirituellen Adoleszenz der Menschheit.“
Am 25. Februar ist Martin E. Marty, „the Dean of American Church Historians“ (Grant Wacker) im Alter von 97 Jahren … Mehr
Bedrohung des Zisterzienserinnenklosters Heggbach durch den Baltringer Haufen (Heggbacher Chronik, Februar/März 1525): „Am Samstag vor Circumdederunt, es war vor Valentini und der sonntägliche Buchstabe A [12. Februar], da kamen unsere armen Leute, die wichtigsten zu meiner seligen Herrin, und Ulrich Schmied war Hauptmann und Hans Galster, der Bruder der schwarzen Magdalena, war Fähnrich. Sie baten uns, dass wir ihnen etwas von den Zinsen nachließen und insbesondere, dass sie künftig weder Hennen noch Hühner noch Eier abgeben müssten. Da sagte meine selige Herrin, sie wolle das nicht tun, denn sie habe keine Macht, dem Gotteshaus zu nehmen, was ihm zukomme … Sie bäte sie inständig, dass sie von ihrem Vorhaben Abstand nähmen, denn sie würden sie selbst und das Gotteshaus in Ungemach bringen, auch bei jedermann in große Ungnade, das lege sie ihnen dar, und sie müsse sich ihrer schämen, besonders derer aus Sulmingen.“
Bedrohung des Zisterzienserinnenklosters Heggbach durch den Baltringer Haufen (Februar/März 1525) Eine unbekannte Nonne des Klosters Heggbach bei Biberach schrieb im … Mehr
Peter Blickle über den Deutschen Bauernkrieg: „Das göttliche Recht bildete den Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer Verfassungsmodelle. Sie fußten auf der Prämisse, das Evangelium könne den Parameter für weltliche Ordnungen abgeben, was den prinzipiellen Widerspruch Luthers hervorrief, wohingegen der konkrete politische Unterbau je nach den territorialen Vorgaben variieren konnte. Gemeinsam ist allen Programmen, daß sie die Land- und Stadtgemeinden zur Basis des staatlichen Aufbaus machen und das Prinzip der Wahl für alle politischen Ämter durchsetzen wollen. So gelesen können die Programme insgesamt das Attribut »revolutionär« beanspruchen und der Bauernkrieg als solcher die Bezeichnung »Revolution des gemeinen Mannes«.“
Deutscher Bauernkrieg Von Peter Blickle Der Bauernkrieg gehört einerseits zu den herausragenden Ereignissen der deutschen Geschichte (Ranke nennt ihn das … Mehr
Landesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen vom März 1525: „Die Fahnen sollen rot und weiß sein, ebenso die Zeichen oder Kreuze, die in Andreaskreuz-Form darauf genäht sein sollen. Jedes Quartier oder jeder Teil soll ein eigenes Regiment aufstellen und halten, mit allem, was dazugehört, gemäß dem Kriegsrecht. Jeder Oberste im jeweiligen Teil soll ein besonderes Verständnis und eine Losung mit seinem Regiment, den Unteroberen und den anderen Räten haben, wie es sich gehört. Was die Obersten, Unteroberen, Räte und das Regiment beschließen, anordnen, befehlen oder unternehmen, dem soll die Gemeinde in christlicher Treue gehorsam sein.“
Landesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen Etwa 7. März 1525 Die ehrbare Landschaft dieser christlichen Vereinigung ist in drei Teile geordnet und … Mehr
Otto von Bismarck, Circular-Depesche vom 14. Mai 1872 zur Papstwahl: „Durch diese Beschlüsse ist der Papst in die Lage gekommen, in jeder einzelnen Diözese die bischöflichen Rechte in die Hand zu nehmen, und die päpstliche Gewalt der landesbischöflichen zu substituieren. Die bischöfliche Jurisdiktion ist in der päpstlichen aufgegangen; der Papst übt nicht mehr, wie bisher, einzelne bestimmte Reservatrechte aus, sondern die ganze Fülle der bischöflichen Rechte ruht in seiner Hand; er ist im Prinzip an die Stelle jedes einzelnen Bischofs getreten, und es hängt nur von ihm ab, sich auch in der Praxis in jedem einzelnen Augenblick an die Stelle desselben gegenüber den Regierungen zu setzen. Die Bischöfe sind nur noch seine Werkzeuge, seine Beamten ohne eigne Verantwortlichkeit; sie sind den Regierungen gegenüber Beamte eines fremden Souveräns geworden und zwar eines Souveräns, der vermöge seiner Unfehlbarkeit ein vollkommen absoluter ist — mehr als irgend ein absoluter Monarch in der Welt.“
Ich bin über die Karl-Lehmann-Biografie „Der Kardinal“ von Daniel Deckers (Pattloch, 2002) auf dieses Zitat gekommen, das im Zusammenhang mit … Mehr
Bundesordnung der oberschwäbischen Bauern, verabschiedet am 7. März 1525 in Memmingen (in heutigem Deutsch): „Zum Lob und zur Ehre des allmächtigen ewigen Gottes, zur Verkündigung des Heiligen Evangeliums und des göttlichen Wortes, und zum Beistand der Gerechtigkeit und des göttlichen Rechts wurde die christliche Vereinigung und das Bündnis gegründet. Niemand, ob geistlich oder weltlich, soll den Inhalten und Forderungen des Evangeliums und des göttlichen Rechts entgegenwirken, und besonders soll die brüderliche Liebe vermehrt werden.“
Die Bundesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen vom 7. März 1525 Verhandlung und Artikel, die am Montag nach Invocavit von allen Roten … Mehr
Johannes Gründel über Almosen im Mittelalter: „Jedem Menschen sollte zwar entsprechend seinem Stande der notwendige Lebensbedarf zukommen; was jedoch über das Erforderliche hinausginge (= Überfluss), stünde von Rechts wegen den Armen und Notleidenden zu; denn der Schöpfer habe ja die Erdengüter letztlich für alle Menschen bestimmt. Für jeden Gläubigen besteht somit die unbedingte religiös-ethische Verpflichtung, von seinem Überfluß Almosen zu geben.“
Almosen im Mittelalter Von Johannes Gründel Die Geschichte der christlichen Armenfürsorge gewann im Hochmittelalter durch die Almosenlehre eine besondere Ausprägung. … Mehr