Michael Sandel, Wer reich und mächtig ist, ist gut. Die Tyrannei der Leistung und die Politik der Demütigung: „Wir sehen Erfolg in einer Weise, wie die Puritaner Erlösung betrachteten – nicht als etwas, das von Glück oder Gnade abhängig ist, sondern als etwas, das wir uns durch eigene Anstrengung und Mühe verdienen. Das ist der Kern der meritokratischen Ethik. Sie rühmt die Freiheit – die Fähigkeit, mein Schicksal vermöge harter Arbeit zu steuern – und die Verdienste. Wenn ich dafür verantwortlich bin, dass ich einen hübschen Anteil weltlicher Güter angehäuft habe – Einkommen und Vermögen, Macht und Prestige –, dann muss ich mir das verdient haben. Erfolg ist ein Zeichen der Tugend. Mein Wohlstand steht mir zu.“

Wer reich und mächtig ist, ist gut. Die Tyrannei der Leistung und die Politik der Demütigung

Von Michael Sandel

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben meritokratische Annahmen ihren Zugriff auf das öffentliche Leben demokratischer Gesellschaften immer mehr verstärkt. Selbst als die Ungleichheit riesige Ausmaße erreichte, hat die kulturelle Öffentlichkeit die Vorstellung verschärft, dass wir für unser Schicksal selbst verantwortlich sind und verdienen, was wir bekommen. Es sieht fast so aus, als hätten es die Globalisierungsgewinner nötig, sich selbst und alle anderen davon zu überzeugen, dass diejenigen, die oben ste­hen, ebenso wie diejenigen, die unten sitzen, dort gelandet sind, wo sie hin­gehören. Damit sehen wir Erfolg in einer Weise, wie die Puritaner Erlösung betrachteten – nicht als etwas, das von Glück oder Gnade abhängig ist, son­dern als etwas, das wir uns durch eigene Anstrengung und Mühe verdie­nen. Das ist der Kern der meritokratischen Ethik. Sie rühmt die Freiheit – die Fähigkeit, mein Schicksal vermöge harter Arbeit zu steuern – und die Ver­dienste. Wenn ich dafür verantwortlich bin, dass ich einen hübschen Anteil weltlicher Güter angehäuft habe – Einkommen und Vermögen, Macht und Prestige -, dann muss ich mir das verdient haben. Erfolg ist ein Zeichen der Tugend. Mein Wohlstand steht mir zu.

Diese Denkungsart gibt einem Kraft. Sie ermutigt die Menschen, sich selbst als verantwortlich für ihr Schicksal anzusehen – und nicht als Opfer von Kräf­ten außerhalb ihrer Kontrolle. Doch sie hat auch eine Kehrseite. Denn je mehr wir uns für eigenverantwortlich und autark halten, desto unwahrscheinlicher ist es, dass wir uns um das Schicksal derer kümmern, die weniger begüns­tigt sind. Wenn mein Erfolg mein eigenes Werk ist, muss deren Scheitern ihr Fehler sein. Diese Logik wirkt sich zersetzend auf die Gemeinschaft aus. Eine zu anspruchsvolle Vorstellung von persönlicher Verantwortung für unser Schicksal behindert uns, uns in andere hineinzuversetzen.

Es ist verführerisch, diesen Triumph von Können und Leistung auf die säku­lare Neigung unserer Zeit zurückzuführen. Wenn der Glaube an Gott zurück­weicht, gewinnt das Zutrauen in menschliches Handeln an Kraft; je mehr wir uns selbst als selbstermächtigt und autark konzipieren, desto weniger Gründe haben wir, für unseren Erfolg Verpflichtung oder Dankbarkeit zu empfinden. Doch selbst heutzutage sind unsere Einstellungen gegenüber dem Erfolg nicht so unabhängig vom Glauben an eine Vorsehung, wie wir manchmal glauben. Die Vorstellung, wir seien frei handelnde Menschen, die imstande sind, aus eigener Kraft aufzusteigen und erfolgreich zu sein, ist nur ein Aspekt der Meritokratie. Ebenso wichtig ist die Überzeugung, dass diejeni­gen, die Erfolg haben, dies auch verdient haben. Dieser den Sieg betonende Aspekt der Meritokratie führt bei den Gewinnern zu Überheblichkeit, bei den Verlierern zu Demütigung. Er spiegelt einen Rest des Glaubens an die Vorsehung wider, der im moralischen Vokabular säkularer Gesellschaften fortbesteht. „Der Glückliche begnügt sich selten mit der Tatsache des Besit­zes seines Glückes. Er hat darüber hinaus das Bedürfnis: auch noch ein Recht darauf zu haben. Er will überzeugt sein, dass er es auch ‚verdiene‘; vor allem: im Vergleich mit andern verdiene. Und er will also auch glauben dürfen: dass dem minder Glücklichen durch den Nichtbesitz des gleichen Glückes eben­falls nur geschehe, was ihm zukommt.“[1]

Der Erfolg bescheinigt die Tugend

Die herrschende Tyrannei der Leistung geht zumindest teilweise aus diesem Impuls hervor. Die säkulare meritokratische Ordnung von heute lädt den Erfolg in einer Weise mit Moral auf, die den Nachhall eines früheren Glau­bens an die Vorsehung bildet: Obwohl die Erfolgreichen ihre Macht und ihren Reichtum keiner göttlichen Intervention verdanken – sie steigen dank der eigenen Anstrengungen und harter Arbeit auf -, spiegelt ihr Erfolg ihre überlegene Tugend wider. Die Reichen sind reich, weil sie es mehr verdie­nen als die Armen. Der den Sieg betonende Aspekt der Meritokratie ist eine Art von Vorsehungsglaube ohne Gott, zumindest ohne einen, der sich in das Leben der Menschen einmischt. Die Erfolgreichen schaffen es aus eigener Kraft, doch ihr Erfolg bescheinigt ihre Tugend. Diese Denkungsart erhöht die moralischen Einsätze des ökonomischen Wettbewerbs. Sie heiligt die Gewinner und verunglimpft die Verlierer.

Und obwohl die calvinistischen Vorstellungen von Prädestination und angeborener menschlicher Sündhaftigkeit wegfielen, bestand das Denken in Kategorien der Vorsehung weiter, wie der Kulturhistoriker Jackson Lears erklärt. Für Calvin und die Puritaner waren „im Angesicht Gottes alle gleich“. Da niemand Verdienste hatte, musste Erlösung von Gottes Gnade abhängen. „Doch als liberalisierende Theologen die Fähigkeit des Menschen, sich selbst zu retten, zu betonen begannen, bedeutete Erfolg immer mehr eine Konver­genz von persönlichem Verdienst und dem Plan der Vorsehung. Allmählich und stockend, aber unverkennbar wurde der protestantische Glaube an die Vorsehung zu einem Weg, spirituelle Billigung für den wirtschaftlichen Sta­tus quo bereitzustellen. […] Implizit segnete die Vorsehung Ungleichheiten des Wohlstands ab.“[2] Lears sieht in der öffentlichen Kultur Amerikas einen ungleichen Wettbewerb zwischen einer Ethik des Zufalls und einer stärker auftretenden Ethik des Könnens. Die Ethik des Zufalls ist sich der Dimen­sionen des Lebens bewusst, die über das Verständnis und die Kontrolle des Menschen hinausgehen. Sie sieht, dass der Kosmos Leistung nicht zwangs­läufig mit Belohnung zur Deckung bringt. Sie lässt Raum für Mysterien, Tra­gödien und Demut. Es ist dies die Einsicht aus dem Buch des Predigers Salomo: „Wiederum sah ich, wie es unter der Sonne zugeht: Zum Laufen hilft nicht schnell sein, zum Kampf hilft nicht stark sein, zur Nahrung hilft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; dass einer angenehm sei, dazu hilft nicht, dass er etwas gut kann, sondern alles liegt an Zeit und Glück.“[3]

Nur der Mensch entscheidet über sein Vermögen

Doch die Ethik des Könnens stellt „die Entscheidung des Menschen in den Mittelpunkt der spirituellen Ordnung“.[4] Das schließt keinen Verzicht auf Gott ein, sondern bedeutet eine Umformung seiner Rolle in der Vorsehung. Wie Lears zeigt, geht die Ethik des Könnens und der Kontrolle aus dem Inneren des evangelikalen Protestantismus hervor und gewinnt schließlich die Vor­herrschaft. Sie führt zu einer Verlagerung von „einem Pakt der Gnade zu einem Pakt der Werke, wie Luther enthüllt hat“. Mitte des 18. Jahrhunderts „waren die fraglichen Werke keine heiligen Rituale (wie im traditionellen Katholizismus), sondern säkulare moralische Bestrebungen“.[5] Doch diese säkularen Bestrebungen leiteten ihre Tugend immer noch aus einem Plan der Vorsehung ab. „Laut dem protestantischen Glauben beherrschte die Vorse­hung immer noch alles. […] Doch die Menschen konnten sich frei entscheiden, an der Entfaltung von Gottes Plan teilzunehmen; sie konnten sich irgendwie mit der Entfaltung von Gottes Plan in Einklang bringen. Die evangelikale Rationalität brachte den Glauben an eine alles überwöl­bende Vorsehung mit einer beispiellosen Feier menschlicher Anstrengung ins Gleichge­wicht.“[6]

Die Vereinigung menschlichen Strebens mit der Billigung durch die Vor­sehung verschaffte der Meritokratie ungeheuren Auftrieb. Sie verbannt die Ethik des Zufalls und verspricht, weltlichen Erfolg mit moralischem Ver­dienst in Einklang zu bringen. Lears sieht darin einen moralischen Verlust: „Eine Kultur, welche auf eine geringere Verantwortung des Einzelnen, das Schicksal zu meistern, bedacht ist, könnte vielleicht umfassender, großzü­giger und barmherziger sein.“ Eine schärfere Wahrnehmung der unvorher­sagbaren Natur des Zufalls und des Schicksals „könnte vom Glück begüns­tigte Menschen dazu ermutigen, sich ihr eigenes Unglück vorzustellen und die Arroganz des meritokratischen Mythos zu überwinden – anzuerkennen, wie launenhaft und unvorhersagbar Menschen das bekommen, was sie verdienen“.[7] Lears bewertet den moralischen und gesellschaftlichen Schaden mit starken Worten: „Die Überheblichkeit dieser eine Vorherbestimmung unterstellenden Sicht liegt in ihrer Neigung, das Säkulare zu heiligen, und in ihrer oberflächlichen Versicherung, dass wir nicht nur alle Teil eines gött­lichen – oder ,evolutionären‘ – Plans sind, sondern auch, dass wir diesen Plan in vorherrschenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Regelungen und sogar im Ergebnis globaler Machtkämpfe am Werk sehen.“[8]

Die Vorstellung, es sei vorherbestimmt, dass die Menschen bekommen, was sie verdienen, klingt in der zeitgenössischen öffentlichen Debatte nach. Sie tritt in zwei Versionen auf – die eine ist anmaßend, die andere strafend. Beide Versionen schreiben uns eine fordernde Art der Verantwortung für unser eigenes Schicksal zu – sei es erfolgreich oder elend.

Die Finanzkrise von 2008 lieferte ein bemerkenswertes Beispiel für die Überheblichkeit, die sich aus dem Glauben an die Vorherbestimmung ergibt. Das riskante und gierige Verhalten der Wall-Street-Banker hatte die Welt­wirtschaft an den Rand einer Kernschmelze gebracht, was umfangreiche Rettungsmaßnahmen auf Kosten der Steuerzahler erforderlich machte. Noch während Hausbesitzer und normale Unternehmen darum kämpften, wie­der auf die Beine zu kommen, genehmigten sich führende Banker der Wall Street schon wieder zig Milliarden Dollar an Boni. Auf die Frage, wie er der­art üppige Zahlungen angesichts der öffentlichen Empörung rechtfertigen könne, erwiderte Lloyd Blankfein, CEO von Goldman Sachs, er und seine Kollegen würden „Gottes Arbeit verrichten“.[9]

Die strafende Version des Glaubens an das Werk der Vorsehung wurde zuletzt von einigen christlichen Konservativen nach verheerenden Wir­belstürmen und anderen Katastrophen ausgesprochen. Als der Hurri­kan „Katrina“ 2005 die Stadt New Orleans verwüstete, erklärte Reverend Franklin Graham, der Sturm sei die göttliche Vergeltung für eine „laster­hafte Stadt“, bekannt für den Mardi Gras, „sexuelle Perversion“, Orgien und andere sündige Aktivitäten.[10] Als 2009 ein Erdbeben in Haiti mehr als 200 000 Todesopfer forderte, führte der Fernsehprediger Pat Robertson die Tragödie auf einen Pakt mit dem Teufel zurück, den haitische Sklaven angeblich geschlossen hatten, als sie 1804 gegen Frankreich rebellierten.[11]

Wenige Tage nach der Terrorattacke auf das World Trade Center in New York City am 11. September 2001 deutete Reverend Jerry Falwell bei einem Auftritt in Robertsons christlichem Fernsehprogramm den Angriff als Gottes Vergeltung für Amerikas Sünden: „Die Abtrei­bungsbefürworter haben eine Bürde auf sich geladen, weil Gott seiner nicht spotten lässt. Und wenn wir 40 Millionen unschuldige Babys zerstören, erzürnen wir Gott. Ich glaube wahr­haftig, dass die Heiden und die Abtreibungsbefürworter und die Feministen, die Schwulen und die Lesben, die aktiv daran arbeiten, daraus einen alter­nativen Lebensstil zu machen, die A.C.L.U. [American Civil Liberties Union – Amerikanische Vereinigung für Bürgerrechte] … ihnen allen, die versucht haben, Amerika zu säkularisieren, ihnen allen zeige ich mit dem Finger ins Gesicht und sage: ,Ihr habt dazu beigetragen, dass dies geschehen ist.‘“[12]

Die Erklärung epischer Katastrophen als Strafen Gottes ist allerdings kein Vorrecht christlicher Prädestinationslehren. Als Japan 2011 von einem verheerenden Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht wurde, was in einem Atomkraftwerk zu einer Kernschmelze führte, bezeichnete Shintarō Ishihara, der Gouverneur von Tokio (ein ausgesprochener Nationalist), das Ereignis als göttliche Vergeltung (tenbatsu) für Japans Materialismus. „Wir brauchen einen Tsunami, um den Egoismus auszumerzen, der sich über eine lange Zeit hinweg wie Rost auf die Mentalität der Japaner gelegt hat“, erklärte er.[13]

Das neue »Wohlstandsevangelium«

In den letzten Jahrzehnten hat das amerikanische Christentum eine boo­mende neue Variante des Glaubens an eine Vorsehung hervorgebracht – das „Wohlstandsevangelium“ („prosperity gospel“). Angeführt von den Fernseh­evangelisten und Predigern der größten Megakirchen des Landes lehrt sie, dass Gott den Glauben mit Wohlstand und Gesundheit belohnt. Das Wohl­standsevangelium versteht Gnade keineswegs als mysteriöse, unverdiente Gabe Gottes, sondern betont die Handlungsmacht und den Willen des Men­schen. E. W. Kenyon, ein Evangelist des frühen 20. Jahrhunderts, der dieser Bewegung den Boden bereitete, forderte die Christen zu folgender Bekun­dung auf: „Gottes Vermögen ist mein. Gottes Stärke ist mein. Sein Erfolg ist mein. Ich bin ein Gewinner. Ich bin ein Eroberer.“[14]

Kate Bowler, eine Historikerin des Wohlstandsevangeliums, schreibt, dass seine Lehre in dem Satz „Ich bin gesegnet“ zusammengefasst werden könne – der Beleg dieses Segens sei, dass man gesund und wohlhabend ist.[15]Joel Osteen, ein prominenter Evangelist des Wohlstands, dessen Kirche in Houston die größte Amerikas ist, erzählte Oprah Winfrey, „Jesus ist gestor­ben, damit wir im Überfluss leben können“.[16] In seinem erfolgreichen Buch gibt er Beispiele für die Segnungen, die sich aus dem Glauben ergießen, darunter das Herrenhaus, in dem er lebt, und die Tatsache, dass er einmal bei einem Flug in die Business Class hochgestuft wur­de.[17] Es mag schei­nen, dass ein Evangelium der Seligkeit Demut im Angesicht des glücklichen Zufalls wecken sollte und nicht die meritokratische Überzeugung, Gesund­heit und Wohlstand seien Anzeichen von Tugend. Doch wie Bowler anmerkt, ist „gesegnet“ ein Ausdruck, der den Unterschied zwischen Geschenk und Belohnung verwischt. „Es kann ein Ausdruck purer Dankbarkeit sein. ‚Gott, ich danke dir. Ich selbst hätte das nicht gewährleisten können.‘ Doch es kann auch implizieren, dass es verdient war. ‚Ich danke mir. Dafür, dass ich die Art von Mensch bin, die es hinbekommt.‘ Es ist ein perfektes Wort für eine ame­rikanische Gesellschaft, die sagt, sie glaube daran, dass der amerikanische Traum auf harter Arbeit und nicht auf Glück beruht.“[18]

Obwohl „nur“ etwa eine Million Amerikaner die Megakirchen besuchen, die das Wohlstandsevangelium predigen, trägt dessen Übereinstimmung mit dem amerikanischen Glauben an Strebsamkeit und Selbsthilfe dazu bei, dass es breiteren Einfluss hat. Eine Umfrage der Zeitschrift TIME fand her­aus, dass fast ein Drittel der amerikanischen Christen der Aussage zustimmt: „Wenn du dein Geld Gott gibst, wird Gott dich mit mehr Geld segnen“. 61 Prozent glauben, „Gott wünscht, dass die Menschen reich sind“.[19]

Zu Anfang des 21. Jahrhunderts war das Wohlstandsevangelium mit sei­nem Aufruf zu harter Arbeit, Aufstieg und positivem Denken nur schwer vom amerikanischen Traum zu unterscheiden. „Die Wohlstandsbewegung gab den Amerikanern nicht nur ein Evangelium, das einer Nation von Selfmade- Männern würdig war“, schreibt Bowler. „Sie bekräftigte die ökonomischen Grundstrukturen, auf denen der individuelle Unternehmergeist stand.“ Und sie bestärkte die Überzeugung, dass Wohlstand ein Zeichen von Tugend sei. Wie frühere Erfolgs-Evangelien traute sie dem Markt zu, „Belohnungen und Strafen im Glück oder im Scheitern zu verteilen. Der Tugendhafte würde reich entlohnt, während der Lasterhafte am Ende straucheln wür­de.“[20] Der Reiz des Wohlstandsevangeliums besteht teilweise darin, dass es „die Verantwortung des oder der Einzelnen für das eigene Schicksal“ betont. Das ist eine aufre­gende, ermächtigende Vorstellung. Theologisch gesehen versichert es, dass Erlösung eine Errungenschaft ist, etwas, das man sich verdienen kann. Welt­lich gesprochen gibt es den Menschen Zuversicht, dass sie durch Anstren­gung und Glauben Gesundheit und Wohlstand erlangen können. Es ist kom­promisslos meritokratisch. Wie bei allen Versionen meritokratischer Ethik ist seine übersteigerte Vorstellung der individuellen Verantwortung erfreulich, solange die Dinge gut laufen, aber demoralisierend und sogar strafend, wenn es schlecht läuft. Nehmen wir die Gesundheit. Was könnte stärkender sein als die Überzeugung, unsere Gesundheit liege in unserer Hand, Kranke könnten durch Gebete geheilt werden, Leiden könnten vermieden werden, wenn wir richtig lebten und Gott liebten? Doch diese übersteigerte Selbstverantwortung hat eine Kehrseite: Wenn uns eine Krankheit befällt, ist das nicht nur Pech, sondern ein Urteil über unsere Tugend. Selbst der Tod fügt dem Schaden noch die Kränkung hinzu. „Wenn ein Gläubiger erkrankt und stirbt“, schreibt Bow­ler, „haftet Scham an der Trauer. Die geliebten, verlorenen Menschen sind genau das – diejenigen, die die Glaubensprüfung nicht bestanden haben.“[21]

Das unfreundliche Gesicht der Denkungsart des Wohlstandsevangeliums zeigt sich in der Debatte um die Gesundheitsfürsorge.[22] Als Donald Trump und die Republikaner im Kongress versuchten, Obamacare abzuschaffen, argumentierten sie oftmals, ihre marktfreundliche Alternative würde den Wettbewerb steigern und Kosten verringern, während sie Menschen mit bereits existierenden Erkrankungen schützte. Doch Mo Brooks, ein kon­servativer republikanischer Kongressabgeordneter aus Alabama, brachte ein anderes Argument vor. Er gab zu, dass der Plan der Republikaner jenen Menschen mit größeren gesundheitlichen Problemen höhere Beiträge abver­langen würde. Doch das sei nichts Böses, sondern eine Tugend, weil es die­jenigen belohnen würde, die ein gutes Leben führten. Den Versicherungs­unternehmen zu erlauben, von Menschen mit höheren Gesundheitskosten höhere Prämien einzutreiben, sei nicht nur kosteneffizient, sondern mora­lisch gerechtfertigt. Die höheren Beiträge der Kranken würden die „Kos­ten für diejenigen [reduzieren], die richtig leben; sie sind gesund, sie haben etwas unternommen, um ihren Körper gesund zu erhalten. Und zurzeit sind genau das die Leute – die alles richtig gemacht haben -, die zusehen müs­sen, wie ihre Kosten in die Höhe schießen.“[23] Der Vorwurf des Abgeordneten gegen Obamacare wiederholt die harte meritokratische Logik, die sich von den Puritanern bis zum Wohlstandsevangelium zieht. Wenn Wohlstand ein Zeichen der Erlösung ist, dann ist Leiden ein Zeichen der Sünde. Diese Logik ist nicht zwangsläufig an religiöse Annahmen geknüpft. Sie ist vielmehr ein Merkmal jeder Ethik, die sich menschliche Freiheit als uneingeschränkte Ausübung des Willens vorstellt und den Menschen eine umfassende Verant­wortung für ihr Schicksal zuschreibt.

Unsere Gesundheit liegt in unserer Hand

Als Obamacare 2009 erstmals debattiert wurde, schrieb John Mackey, der Gründer von Whole Foods, im Wall Street Journal einen Gastkommentar, in dem er sich gegen ein Recht auf Gesundheitsfürsorge aussprach. Seine Argumentation stützte sich nicht auf religiöse, sondern auf libertäre Annah­men. Und doch behauptete er wie die Prediger des Wohlstandsevangeliums eine strapaziöse Vorstellung individueller Verantwortung und meinte, gute Gesundheit sei vor allem unser eigenes Werk. „Viele unserer Probleme mit der Gesundheitsfürsorge sind selbst verschuldet: Zwei Drittel der Amerika­ner sind inzwischen übergewichtig, und ein Drittel ist fettleibig. Die meisten der Krankheiten, die uns töten und etwa 70 Prozent der Gesamtausgaben für das Gesundheitssystem ausmachen – Herzerkrankungen, Krebs, Schlagan­fälle, Diabetes und Fettleibigkeit -, sind zumeist mittels richtiger Ernährung, körperlicher Ertüchtigung, Nichtrauchen, minimalem Alkoholkonsum und anderen Entscheidungen für eine gesunde Lebensführung zu verhindern.“[24] Viele von denen, die das Opfer schlechter Gesundheit würden, meinte er, könnten nur sich selbst die Schuld geben. Es liege nicht an ihrem fehlenden Glauben an Gott, sondern an der fehlenden Beachtung wissenschaftlicher und medizinischer Belege, die zeigten, dass eine auf Pflanzen basierende, fettarme Ernährung „dazu beiträgt, die meisten degenerativen Krankheiten, die uns umbringen und teuer zu behandeln sind, zu verhindern und häu­fig rückgängig zu machen. Wir sollten imstande sein, weitgehend frei von Krankheiten zu leben, bis wir 90 oder gar 100 Jahre alt sind.“ Obwohl er nicht ausdrücklich behauptete, dass diejenigen, die krank werden, ihre Krankheit verdient hätten, bestand er darauf, dass diese Leute keine Hilfe von ihren Mitbürgern erwarten sollten. „Wir alle sind für unser eigenes Leben und unsere eigene Gesundheit verantwortlich.“[25]

Für Mackey wie für die Prediger des Wohlstandsevangeliums ist gute Gesundheit ein Zeichen von Tugend – ob man ihr nun in den Sitzreihen einer Megakirche oder in den Seitenaltären der Bio-Produkte von Whole Foods nachgeht. Gesundheit und Wohlstand als Angelegenheiten von Lob und Tadel anzusehen ist eine meritokratische Sicht auf das Leben. Sie gesteht dem Glück oder der Gnade nichts zu und meint, wir seien für unser Schicksal absolut selbst verantwortlich; alles, was geschieht, ist Belohnung oder Strafe für die Art, in der wir leben. Dieses Denken feiert eine umfassende Ethik des Könnens und der Kontrolle und lässt meritokratische Überheblichkeit auf­kommen. Sie führt die Erfolgreichen zu der Überzeugung, sie leisteten „Got­tes Werk“, und veranlasst sie, auf die Opfer des Unglücks – Wirbelstürme, Tsunamis, schlechte Gesundheit – hinabzuschauen und ihnen die Schuld für ihren Zustand zu geben.

Diese Überheblichkeit findet sich jedoch nicht nur unter Konservativen des Wohlstandsevangeliums und libertären Kritikern des Wohlfahrtsstaats. Sie ist auch ein herausragendes Merk­mal liberaler und progressiver Politik, gerade auch in der Außenpolitik.

Ein Beispiel dafür ist das rhetorische Mittel, Amerikas Macht und Wohl­stand in Begriffen der Vorsehung zu erklären: als Folge seines von Gott fest­gelegten oder rechtmäßigen Status. In der Rede, die Hillary Clinton anläss­lich ihrer Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2016 hielt, verkündete sie: „Am Ende läuft es auf das hinaus, was Donald Trump nicht versteht: Ame­rika ist groß, weil Amerika gut ist.“[26] Während des Wahlkampfs verwendete sie derlei Formulierungen häufig, da sie die Wähler davon zu überzeugen versuchte, dass Trumps Versprechen, „Amerika wieder groß zu machen“, im Widerspruch zu seiner Gehässigkeit und Bestechlichkeit stehe.

Doch zwischen gut sein und groß sein besteht keine zwangsläufige Ver­bindung. Für Nationen wie für Einzelne ist Gerechtigkeit das eine, Macht und Reichtum das andere. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Großmächte nicht notwendigerweise gerecht und moralisch bewundernswerte Länder nicht notwendigerweise mächtig sind.

»Amerika ist groß, weil Amerika gut ist«

Die Redewendung „Amerika ist groß, weil Amerika gut ist“ ist inzwischen so vertraut geworden, dass wir ihre auf die Vorsehung gegründeten Voran­nahmen vergessen. In ihr klingt die altehrwürdige Überzeugung nach, dass Amerika eine göttlich inspirierte Mission in der Welt habe, eine manifeste Bestimmung, einen Kontinent zu erobern oder die Welt für die Demokratie zu sichern. Doch selbst wo das Gefühl eines göttlichen Mandats auf dem Rückzug ist, wiederholen Politiker die Behauptung, unsere Größe leite sich aus unserer Güte ab.

Der Spruch selbst ist relativ neu. Der erste Präsident, der ihn benutzt hat, war Dwight D. Eisenhower, der ihn fälschlicherweise Alexis de Tocqueville zuschrieb – dem Autor des Klassikers „Über die Demokratie in Amerika“. In einer Rede von 1953 sprach Eisenhower von einem „klugen französischen Besucher, der nach Amerika kam“, um den Ursprung für den Erfolg des Lan­des zu suchen. Eisenhower zitierte den Besucher wie folgt: „Erst als ich in die Kirchen Amerikas ging und hörte, wie ihre Kanzeln vor Rechtschaffenheit lodern, verstand ich das Geheimnis ihres Genius und ihrer Macht. Amerika ist groß, weil Amerika gut ist – und wenn Amerika jemals aufhört, gut zu sein, wird es aufhören, groß zu sein.“[27] Obwohl diese Sätze in Tocquevilles Werk nicht auftauchen,[28] erwiesen sie sich bei nachfolgenden Präsidenten – beson­ders bei Republikanern – als beliebt. Die Präsidenten Gerald Ford, Ronald Reagan und George H. W. Bush verwendeten sie bei motivierenden Anspra­chen – oft vor religiösem Publikum.[29] In einer Rede vor einer Versammlung christlicher Evangelikaler bezog sich Ro­nald Reagan ausdrücklich auf die providenzielle Grundlage des Satzes: „All unser materieller Reichtum und all unser Einfluss sind auf unseren Glauben an Gott und das Fundament der aus diesem Glauben resultierenden Werte gegründet. Der große französi­sche Philosoph Alexis de Tocqueville soll vor 150 Jahren angemerkt haben, dass Amerika groß sei, weil Amerika gut sei. Und wenn es je aufhöre, gut zu sein, werde es aufhören, groß zu sein.“[30]

In den 1990ern begannen auch Demokraten, die bestrebt waren, ihre Redekunst mit spirituellen Anklängen zu füllen, den Satz zu zitieren. Als Präsident nutzte ihn Bill Clinton neun Mal; John Kerry und Hillary Clinton führten ihn beide während ihrer Präsidentschaftswahlkämpfe an.[31]

Erst in den 1990er und 2000er Jahren wurde auch die Rede von „der richtigen“ und „der falschen Seite“ der Geschichte zu Grundbestandteilen der politischen Rede, und dann vor allem bei den Demokraten. Präsident George W. Bush verwendete den Ausdruck nur ein Mal, als er vor Soldaten der US-Armee 2005 erklärte, die Terroristen im Nahen Osten würden „die Schlacht verlieren, weil sie auf der falschen Seite der Geschichte stehen“. Er fügte hinzu, dank der US-Invasion des Irak werde der Nahe Osten von der „Flut der Freiheit“ überspült. Ein Jahr später verteidigte sein Vizepräsident Richard Cheney in einer Ansprache auf einem Flugzeugträger den Irakkrieg und versicherte den US-Streitkräften, „unser Anliegen ist notwendig, unser Anliegen ist gerecht, und wir sind auf der richtigen Seite der Geschichte“.[32]

Doch zumeist waren diese auftrumpfenden Phrasen eine Sache der demo­kratischen Präsidenten. Bill Clinton verwendete sie während seiner Präsi­dentschaft 25 Mal, Barack Obama 32 Mal. Obama nutzte sie gelegentlich wie Bush und Cheney, als er den Kampf gegen den radikalen islamischen Terro­rismus beschrieb: „Al-Qaida und seine Ableger sind kleine Männer auf der falschen Seite der Geschichte“, verkündete er in einer Rede an der US-Mili­tärakademie in West Point. Vor der U.S. Air Force Academy sagte er, die IS- Terroristen würden nie „stark genug sein, Amerika oder unsere Lebensart zu zerstören“, unter anderem deswegen, „weil sie nicht auf der richtigen Seite der Geschichte stehen“.[33]

Die Behauptung, Amerika sei groß, weil es gut sei und auf der richtigen Seite der Geschichte stehe, ist die helle, erhebende Seite der Idee, dass Wir­belstürme die Strafe für Sünden sind. Es ist der auf eine ganze Nation ange­wandte meritokratische Glaube. Gemäß einer langen providenziellen Tradi­tion ist weltlicher Erfolg ein Zeichen von Erlösung oder, säkular ausgedrückt, von Gutsein. Doch diese Art, Amerikas Rolle in der Geschichte zu interpre­tieren, stellt für Liberale eine Herausforderung dar: Denn wenn reiche und mächtige Länder ihre Macht der eigenen Tugend verdanken – lässt sich das dann nicht auch von reichen und mächtigen Bürgern sagen?

Es ist in der Tat nicht einfach, die moralisierende, providenzielle Vorstel­lung zu übernehmen, nach der mächtige Nationen ihre Größe ihrem Gutsein verdanken, und gleichzeitig die moralisierende, meritokratische Vorstellung zu verwerfen, dass reiche Individuen ihr Vermögen ihrer Tugend verdanken. Wenn für Länder Macht Recht bedeutet, ließe sich das ebenso über das „eine Prozent“ sagen. Moralisch wie theologisch stehen und fallen sie also nur gemeinsam – die Lehre von der geschichtlichen Vorbestimmtheit im Außen­politischen ebenso wie die Meritokratie zu Hause.

Der Beitrag basiert auf dem jüngsten Buch des Autors, „Vom Ende des Gemeinwohls. Wie die Leis­tungsgesellschaft unsere Demokratien zerreißt“, das soeben im S. Fischer Verlag erschienen ist. Die Übersetzung stammt von Helmut Reuter.

Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik 66 (2021), Heft 2, S. 71-80.


[1] Max Weber, Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. 1, Tübingen 1986, S. 237.

[2] Jackson Lears, Something for Nothing: Luck in America, New York 2003, S. 34.

[3] Ebd., S. 57-62 mit Zitat aus Prediger Salomo/Kohelet 9,11.

[4] Lears, Something for Nothing: Luck in America, S. 60.

[5] Ebd., S. 76.

[6] Ebd.

[7] Ebd., S. 22.

[8] Ebd.

[9] John Arlidge und Philip Beresford, „Inside the Goldmine“, in: „The Sunday Times“, 8.11.2009.

[10] Graham zit. in: Hurricane Katrina: Wrath of God? in der Sendung „Morning Joe auf NBC News“, 5.10.2005, www.nbcnews.com.

[11] Robertson zit. in Dan Fletcher, Why Is Pat Robertson Blaming Haiti?, in: „TIME“, 14.1.2010.

[12] Falwell zit. in Laurie Goodstein, After the Attacks: Finding Fault, in: „The New York Times“, 15.9.2001.

[13] Devin Dwyer, Divine Retribution? Japan Quake, Tsunami Resurface God Debate, „ABC News“, 18.3.2011, www.abcnews.go.com; Harry Harootunian, Why the Japanese don’t trust their govern­ment, in: „Le Monde diplomatique”, 4/2011, www.mondediplo.com.

[14] Kenyon zit. in Kate Bowler, Death, the Prosperity Gospel and Me, in: „The New York Times“, 13.2.2016; vgl. Kate Bowler, Blessed: A History of the American Prosperity Gospel, New York 2013.

[15] Bowler, Death, the Prosperity Gospel and Me, a.a.O.

[16] Osteen zit. in Bowler, ebd.

[17] David Van Biema und Jeff Chu, Does God Want You to Be Rich?, in: „TIME“, 10.9.2006.

[18] Bowler, Death, the Prosperity Gospel and Me, a.a.O.

[19] Bowler, Blessed, a.a.O., S. 181; Umfrageresultate in: Biema und Chu, a.a.O.

[20] Bowler, Blessed, a.a.O., S. 226.

[21] Bowler, Death, the Prosperity Gospel and Me, a.a.O.

[22] Siehe: Vann R. Newkirk II, The American Health Care Act’s Prosperity Gospel, in: „The Atlantic“, 5.5.2017.

[23] Brooks zit. in Newkirk, ebd., sowie in Jonathan Chait, Republican Blurts Out That Sick People Don’t Deserve Affordable Care, in: „New York Magazine“, 1.5.2017.

[24] John Mackey, The Whole Foods Alternative to Obama Care,in: „The Wall Street Journal“, 11.8.2009. Vgl. auch Chait, Republican Blurts Out That Sick People Don’t Deserve Affordable Care, a.a.O.

[25] Mackey, ebd.

[26] Hillary Clinton, Address Accepting the Presidential Nomination at the Democratic Convention in Philadelphia, Pennsylvania, 28.7.2016, http://www.presidency.ucsb.edu.

[27] Dwight D. Eisenhower, Address at the New England ,Forward to ‘54‘ Dinner, Boston, Massachusetts, 21.9.1953, www.presidency.ucsb.edu.

[28] Vgl. John Pitney, The Tocqueville Fraud, in: „The Weekly Standard“, 12.11.1995, www.weeklystan- dard.com.

[29] Zählt man verschiedene Varianten des Zitats, so verwendete Gerald R. Ford es sechs Mal als Präsi­dent. Ronald Reagan benutzte es zehn Mal, George H. W. Bush sechs Mal. Die Häufigkeit der Ver­wendung wurde berechnet mit Hilfe des online zugänglichen Dokumentenarchivs des American Presidency Project, University of California Santa Barbara, http://www.presidency.ucsb.edu/advancedsearch. Das Archiv enthält alle Reden und Bemerkungen aller Präsidenten und einige Wahlkampf­reden von Präsidentschaftskandidaten, die das Amt nicht innehatten.

[30] Ronald Reagan, Remarks at the Annual Convention of the National Association of Evangelicals in Columbus, Ohio, 6.3.1984, www.presidency.ucsb.edu.

[31] Eine Recherche unter www.presidency.ucsb.edu/advancedsearch zeigt, dass John Kerry den Satz im Wahlkampf 2004 zumindest ein Mal verwendet hat; Hillary Clinton 2016 zumindest sieben Mal.

[32] George W. Bush, Remarks to Military Personnel at Fort Hood, Texas, 12.4.2005; Richard B. Cheney, Vice President’s Remarks at a Rally for Expeditionary Strike Group One, 23.5.2006.

[33] Barack Obama, Commencement Address at the United States Military Academy in West Point, New York, 22.5.2010; ders., Commencement Address at the United States Air Force Academy in Colorado Springs, Colorado, 2.6.2016.

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