Tertullian, Vom bereitwilligen Verlust des Irdischen (De Patientia): „Gelassenheit bei Ver­lusten ist eine gute Vorübung im Schenken und Mitteilen. Wer sich vor einem Verlust nicht fürchtet, ist auch nicht ver­drießlich beim Geben. Wird man, wenn man zwei Röcke hat, dem Nackten einen davon geben wollen, wenn man nicht imstande war, dem, der uns den Mantel nimmt, auch noch den Rock zu geben?“ Werden wir uns mit dem Mam­mon der Ungerechtigkeit Freunde machen, wenn wir ihn so lieben, daß wir seinen Verlust nicht ertragen können? Wir werden mit dem zugrunde gegangenen auch zugrunde gehen. Was können wir hienieden finden, wo wir uns zu verlieren haben?

Vom bereitwilligen Verlust des Irdischen Von Tertullian Daß die Habsucht die Wurzel aller Übel sei, das hat der Heilige Geist … Mehr

Zur Phänomenologie des Verlierens: „Damit verschärft sich die Frage, wie mit bleibenden Verlusten umzugehen ist, für die es in­nerhalb der eigenen Lebenswelt keine Auflösung mehr gibt. Verdrängung oder Kompensation können den Schmerz des Vermissens lindern, bleiben jedoch innerweltlich im menschlichen Bewältigungsrahmen gefangen. Phänomenologisch zeigt sich hier, dass der Mensch nicht nur verlierend handelt, sondern wesentlich verlustfähig ist: Er steht in einer Welt, in der alles ihm Entgangene prinzipiell entzogen bleiben kann.“

Zur Phänomenologie des Verlierens Verlieren ist eine grundlegende Erfahrung menschlichen Lebens, die in sehr unterschiedlichen Formen auftritt. Nicht alles, was … Mehr

Elizabeth Bishop über das Verlieren (One Art): „Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern; / so viele Dinge scheinen von der Absicht erfüllt zu sein, / verloren zu werden, dass ihr Verlust keine Katastrophe ist. – Selbst wenn ich dich verliere (die scherzhafte Stimme, eine Geste, / die ich liebe), werde ich nicht gelogen haben. Es ist offensichtlich, / dass die Kunst des Verlierens nicht allzu schwer zu meistern ist, / auch wenn es (schreibe es!) wie eine Katastrophe aussehen mag.“

Eine Kunst (One Art) Von Elizabeth Bishop Die Kunst des Verlierens ist nicht schwer zu meistern;so viele Dinge scheinen von … Mehr