Dietrich Bonhoeffer über den tyrannischen Menschenverächter in seiner Ethik: „Der tyrannische Menschenverächter macht sich in solchem Zeitpunkt das Gemeine des menschlichen Herzens leicht zunutze, indem er es nährt und ihm andere Namen gibt: Angst nennt er Verantwortung, Gier heißt Strebsamkeit, Unselbständigkeit wird zur Solidarität, Brutalität zum Herrentum. So wird im buhlerischen Umgang mit den Schwächen der Menschen das Gemeine immer neu erzeugt und vermehrt. Unter den heiligsten Beteuerungen der Menschenliebe treibt die niedrigste Menschenverachtung ihr finsteres Geschäft. Je gemeiner das Gemeine wird, ein desto willigeres und schmiegsameres Werkzeug ist es in der Hand des Tyrannen.“

Über den tyrannischen Menschenverächter (Ethik) Von Dietrich Bonhoeffer Die Botschaft von der Menschwerdung Gottes greift eine Zeit, in der bei … Mehr

Platon über den Werdegang der Demokratie in seiner Politeia (Der Staat): „In den ersten Tagen, sagte ich, und in der ersten Zeit wird er den Leuten zulächeln und alle freundlich begrüßen, denen er begegnet. Er behauptet, er sei gar kein Tyrann und macht den Einzelnen und der Öffentlichkeit große Versprechungen. Er erläßt Schulden und verteilt Land unter das Volk und unter seine Gefolgschaft und gibt sich den Anschein, als sei er allen freundlich und milde gesinnt.“

Platons Demokratiekritik im 8. Buch seiner Politeia (Der Staat) ist mehr als fraglich. Und doch macht der Altphilologe Christoph Riedweg … Mehr