Der US-amerikanische Freiheitsriss an der Liberty Bell: „Auf der jüngsten Jahrestagung des Theologischen Arbeitskreises Prackenfels hat Hans G. Ulrich uns noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass der Riss – bevor er am Hals verlötet wurde – ausgerechnet durch die zweite Hälfte des Wortes ‚Liberty‘ geht. Damit lässt sich auch ein zweites Problem ansprechen: Das hebräische Wort דְּר֛וֹר steht für den sozialen Vorgang der Freilassung (Buber spricht von ‚Freilauf‘), nicht aber für einen selbstbewussten Zustand autogener Freiheit. Im Gefolge der King James Version haben sich die englischsprachigen Bibelübersetzungen auf „liberty“ festgelegt und damit einer eigentumsbezogenen Freiheitsideologie Vorschub geleistet.“

Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in der Öffentlichkeit die amerika­nische Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde, läutete die … Mehr

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück: „Der Klang der metallenen Wertmarken sowie der Einbau eines Glöckchens in den Mechanis­mus inspirierte Charles Fey zu der Namensgebung ‚Liberty Bell‘, die sich als Emblem – mit Riss – und dem entsprechenden Schriftzug auf dem Gehäuse seines Spielautomaten findet. Was für ein Versprechen – Gewinn der eigenen (finanziellen) Freiheit an einem Spiel­auto­maten! Hirnforschung wie auch Lebenserfahrungen sprechen da eine gegenteilige Sprache: Im Zusammenspiel von Spielautomat und Spieler hat nämlich der Automat den Spieler im Griff. Geld erregt das Belohnungssystem im Gehirn.“

Charles A. Feys „Liberty Bell“ und das göttliche Lebensglück Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in … Mehr