Katharina Staritzs Erinnerungen an das KZ Ravensbrück, Des großen Lichtes Widerschein (1953): „Ich habe mich aber nicht zu diesen Freiwilligen gemeldet. Wenige Wochen später wurde der ganze Judenblock nach Auschwitz verlegt, das bedeutete: in den Tod. Es war gerade in der Freistunde, dass sie abmarschierten. Das ganze Lager machte um sie Spalier, rief und winkte ihnen zu. Aber ich habe damals nicht die Hand gehoben. Diese beiden Dinge sind für mich wie ein Verrat an meinen Schwestern, der mich beschämte und noch heute bedrückt.“

Nach ihrem Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zur gottesdienstlichen Solidarisierung mit Gemeindegliedern, die ab September 1941 den „Judenstern“ zu tragen … Mehr

Gerlind Schwöbel über Katharina Staritz (1903-1953): „Am 4. März 1942 wurde Katharina Staritz in Marburg von der Gestapo verhaftet. Jochen Klepper, ein in der Bekennenden Kirche aktiver, selbst mit einer jüdischen Frau verheirateter Theologe, mit dem Katharina Staritz vom Studium her befreundet war, hielt in seinem Tagebuch Unter dem Schatten deiner Flügel die Stationen ihrer Haft fest: Marburg, Kassel, das Arbeitshaus Breitenau und schließlich das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.“

Katharina Staritz Geb. 25. 7. 1903 in Breslau; gest. 3.4. 1953 in Frankfurt/Main Von Gerlind Schwöbel »Die Staritze mögen die … Mehr

Katharina Staritz, Rundschreiben an die Breslauer Pfarrer zum Judenstern im Gottesdienst (1941): „Es ist Christenpflicht der Ge­meinden, sie nicht etwa wegen der Kennzeichnung vom Gottesdienst auszuschliessen. Sie haben das gleiche Heimatrecht in der Kirche wie die an­deren Gemeindeglieder und bedürfen des Trostes aus Gottes Wort besonders.“

Nachdem im September 1941 alle Juden in Deutschland den „Judenstern“ tragen mussten, verfasste die Breslauer Stadtvikarin Katharina Staritz ein Rundschreiben … Mehr