Ernst Deuerlein über Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533): „Seinem Vetter Jakob Wehe, Pfarrer in Leipheim an der Donau, hat er die Schrift zugeeignet: ‚Wie sich ein Diener Gottes in all seinem Tun halten soll und sonderlich gegen denen, welchen das Evangelium zuvor nicht gepredigt ist worden, dass sie sich nicht ärgern.‘ An die Christen in der Mark Burgau hat Eberlin eine ‚getreue Warnung‘ gerichtet. Auch dieses Sendschreiben enthält eine starke zeitkritische Unterströmung, wenn auch die theologisch-dogmatische Auseinandersetzung den Vorrang ein­nimmt.“

Johann Eberlin von Günzburg Von Ernst Deuerlein „Der Glockerthurn bin ich genannt / Und meld hie der von Güntzburg Schand.“ … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg, Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten (1526): „Nun schreibe ich diesen Brief nur an diejenigen, die am vorherigen Aufruhr keinen Anteil hatten und Gott dafür loben, dass er sie behütet hat, und die auch geneigt sind, dem Wort Gottes mehr zu folgen als aller menschlichen Klugheit in Liebe und in Leid. Diese will ich hiermit warnen vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Dunkeln schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt, Psalm 90. Und da ich sie für unschuldig halte, achte ich sie auch für unbeschädigt, weshalb ich keinen Trostbrief schreibe.“

Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg über die Pfarrer im Utopiestaat Wolfaria: „Der Bischof soll jedoch fünfzehn Gulden weniger bekommen als die anderen Pfaffen. Unter großer Strafe soll niemand einem Pfaffen etwas besonders für seine Arbeit geben, weder Opfer, Bußgeld noch Seelen-Messen.“

Der Reformator und vormalige Franziskanermönch Johann Eberlin von Günzburg (1460-1533) hat im zehnten seiner „15 Bundsgenossen“, einer Sammlung reformatorischer Flugschriften, … Mehr