Richard Rortys Prophetie einer Machtübernahme durch eine starken Mann in den USA in seinen William E. Massey Sr. Lectures 1997: „Die Wählerschaft außerhalb der Vorstädte wird beschließen, dass das System gescheitert ist, und sich nach einem starken Mann umsehen, den sie wählen können – jemand, der ihnen versichert, dass, sobald er gewählt ist, die selbstgefälligen Bürokraten, trickreichen Anwälte, überbezahlten Anleiheverkäufer und postmodernen Professoren nicht mehr das Sagen haben werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Errungenschaften, die schwarze und farbige Amerikaner sowie Homosexuelle in den letzten vierzig Jahren errungen haben, wieder zunichte gemacht werden. Die scherzhafte Verachtung von Frauen wird wieder in Mode kommen. Die Worte ‚Nigger‘ und ‚Jude‘ werden am Arbeitsplatz wieder zu hören sein. All der Sadismus, den die akademische Linke versucht hat, ihren Studenten zu verleiden, wird wieder auftauchen.“

Der starke Mann (1997) Von Richard Rorty (1931-2007) Viele Autoren auf dem Gebiet der Sozial- und Wirtschaftspolitik haben davor gewarnt, … Mehr

Fridolin Stier: „Nicht oft genug kann die Menschheit an die gefährliche Nachbarschaft der Übermächte erinnert werden, die um sie walten, unberechenbar und niemals zu bewältigen. Gedankenlos, bewußtseinseng nur von ihren Geschäften und Hän­deln in Atem gehalten, von all dem Lärm darum betäubt, lebt sie dahin, als wäre nur ihre Welt die einzig wahre.“

Meine Solidarität mit den Menschen verwehrt mir nicht, mich durch solche Botschaften aus dem Unter­grund der unverfügbaren Gewalten in freudige … Mehr

Hans Joachim Iwand, Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft (Matthäus 28,1-10, DIE ZEIT 1948): „So haben die Frauen etwas an diesem Grab gelernt, was man an keinem anderen Ort lernen kann: sie haben den Zweifel gelernt, den Osterzweifel, der an allem zweifeln lässt, an dem Tod und dem Triumph der Mächte, die ihren Herrn ins Grab legten, an dem Sosein dieser Welt, ihrer Nacht und Sünde, ihrer in sich geschlossenen Endlichkeit und Todesdichte — nur an einem nicht mehr: an Jesu, an der Offenbarung des lebendigen Gottes mitten unter uns.“

Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft [Matthäus 28,1-10] Von Hans [Joachim] Iwand Der Osterbericht des Matthäus-Evangeliums … Mehr

C. Peter Wagner, Einführung zu Dominion! How Kingdom Action Can Change the World (2008): „Die menschliche Gesellschaft wird von sieben obersten Gestaltern der Kultur reguliert, nämlich Religion, Familie, Regierung, Kunst und Unterhaltung, Medien, Wirtschaft und Bildung. Es sollte jedem klar sein, dass jeder dieser kulturschaffenden Bereichen von Menschen guten Willens, seien es Christen oder Nichtchristen, geleitet oder ‚beherrscht‘ werden muss, wenn sich die Gesellschaft als Ganzes verändern soll. Ich habe ‚beherrscht‘ in Anführungszeichen gesetzt, um den von mir gewählten Titel dieses Buches, Dominion! Meine Hoffnung ist, dass diejenigen, die mit Gottes Maßstäben für das menschliche Leben übereinstimmen, diejenigen sein werden, die am Ende des Tages in der Lage sind, über die Gesellschaft zu herrschen, sei es in Städten, Staaten, Nationen oder anderen Territorien. Die Ideologie, die diesem Ansatz zugrunde liegt, wird ‚Herrschaftstheologie‘ genannt, die ich in Kapitel 3 näher erläutere. […] Das grundlegendste Prinzip der Demokratie ist, dass die Mehrheit und nicht die Minderheit regiert und die endgültigen Normen für die Gesellschaft festlegt. Die Übernahme der Herrschaft geschieht, indem man sich an die Regeln des demokratischen Spiels hält und auf faire Weise den notwendigen Einfluss auf die sieben Gestalter der Kultur gewinnt, um letztlich eine Nation zu fördern und die Gesellschaft für den Segen, den Wohlstand und das Glück zu öffnen, die Gott für alle Menschen wünscht. Gott regiert diejenigen, die ihm treu sind. Solche Menschen, die von Gott erfüllt sind, sind diejenigen, die meiner Meinung nach die transformierten Gesellschaften der Zukunft regieren werden.“

Die theologischen Grundlagen des christlichen Nationalismus in der USA und insbesondere der New Apostolic Reformation (NAR) finden sich in dem … Mehr

Helmut Gollwitzer, Predigt über Römer 8,28-30 (1953): „Wenn wir den Blick von Jesus Christus weg auf uns selbst richten; dann finden wir keine Liebe zu Gott, dann können wir auch keines­wegs sagen, dass uns alles zum Besten dient, sondern dann müssen wir eher sagen, daß alles, Glück wie Leid, unserer Gotteskindschaft schaden kann. Schauen wir aber von uns weg auf ihn, auf Jesus Christus, dann wird alles anders: Er ist ja auf alle Fälle der, der Gott liebt; er ist zuerst der, der nach dem Vorsatz berufen ist, der Auserwählte Gottes.“

Predigt über Römer 8,28-30 Von Helmut Gollwitzer „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, … Mehr

Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird …: „Mit Hellmut Rosin bzw. Kornelis Heiko Miskotte kann nicht oft genug betont werden, dass in der Bibel der NAME dem Appelativum (Gattungsnamen) ‚Gott‘ vorgängig ist. Der Bekenntnissatz lautet: ‚JHWH ist Gott‘ (analog zu ‚JHWH ist König‘), aber niemals umgekehrt. Wer von „Namen Gottes“ redet oder sagt ‚Gott heißt [im Alten Testament] JHWH‘, macht sich an einem anonymen bzw. metaphysischen Gottesbegriff fest und kann damit die biblische NAMENsverheißung nicht gelten lassen.“

Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird … Nachdem am morgigen Sonntag Palmarum, 13. April, über Jesaja 50,4-9 … Mehr