Landgebot der Herzöge von Bayern gegen die Wiedertäufer im Jahre 1527: „Da diese Lehre dem heiligen Evangelium und dem Wort Christi, unseres Heilandes, unserem heiligen Glauben völlig entgegensteht und widerstreitet, wurde sie vor vielen Jahrhunderten in allen geistlichen und weltlichen Belangen im Heiligen Reich und der ganzen Christenheit als Verderben für Leib und Leben verdammt und entsprechend verboten. Solche Ketzer und ihre Anhänger dürfen an keinem Ort, wo die Obrigkeit zuständig ist, in irgendeiner Weise geduldet werden; gegen sie ist mit wirksamer Verhaftung und peinlicher, strenger Rechtsprechung sofort und ernsthaft vorzugehen.“

Landgebot (Mandat) der Herzöge von Bayern gegen die Wiedertäufer vom 15. November 1527 Von Gottes Gnaden Wilhelm und Ludwig, Brüder, … Mehr

Konrad Grebel im Brief an Thomas Müntzer wider die Kindertaufe (5. September 1524): „Da du das alles ziemlich klar in deinen Protestschriften gegen die Kindertaufe bekannt hast, hoffen wir, du handelst nicht gegen das ewige Wort, Weisheit und Gebot Gottes, nach denen man allein Gläubige taufen soll, und dass du keine Kinder taufst. Solltest du oder Karlstadt nicht genug über die Kindertaufe geschrieben haben mit allem Notwendigen – wie und warum man taufen soll –, so will ich, Konrad Grebel, mein Heil daran versuchen und das, was ich begonnen habe, zu Ende schreiben gegen alle, die bisher (außer dir) über die Taufe verführerisch und wissentlich geschrieben und die unsinnige, gotteslästerliche Form der Kindertaufe verteidigt haben – wie Luther, Löw, Osiander und die Straßburger, und einige, die es noch schändlicher gemacht haben. Wenn Gott es nicht wendet, so bin ich – und sind wir alle – gewiss der Verfolgung sicher, vor allem durch die Gelehrten.“

Konrad Grebel im Brief an Thomas Müntzer wider die Kindertaufe (5. September 1524) Der frühe Schweizer Täufer Konrad Grebel (ca. … Mehr