Karl Barth über die theologische Fakultät und das Studium der Theologie (1962): „Was den Beruf des Pfarrers betrifft, so ist zu bedenken: Er ist weder ein einträglicher, noch ein bequemer, noch ein glanzvoller Beruf. Ohne die Bereitschaft, ein Leben lang in Geduld energisch zu bleiben, ohne eine ehrliche Aufgeschlossenheit für den Nächsten jeden Standes und jeder Charakterart, ohne eine ebenso ehrliche Dienstwilligkeit, ohne eine weitgehende Freiheit von egozentrischen und besonders auch von ideologischen Voreingenommenheiten und ohne die Entschlossenheit zur Hingabe an eine Sache, deren Ehre und Lohn nur selten und nur spärlich sichtbar werden können, ist das Amt eines Pfarrers weder freudig noch nützlich durchzuführen.“

Theologische Fakultät Von Karl Barth I. 1. Die theologische Wissenschaft bezieht sich in ähnlicher Weise auf den christlichen Auftrag der … Mehr

Karl Barth, Die Theologische Fakultät (500 Jahre Universität Basel): „Die Bibel redet — der Name ist unvermeidlich, weil er die Sache selbst ist — von Jesus Christus. Dieser Ursprung der Theologie (man kann auch sagen: das «Evangelium») ist wie der Ursprung so auch der Gegenstand der Theo­logie. In der selbstverständlichen Bindung an ihn ist sie aber nach allen Seiten freie Forschung und Lehre — «über meiner Mütze nur die Sterne» —, nimmt sie keine Vorschrif­ten und Weisungen von keiner Seite entgegen, dient sie auch der Kirche in der Unabhängigkeit ihrer eigenen Verantwortlichkeit. Und weil der «Gott», von dem sie ihren Namen hat, kein Diktator ist, kann sie sich auch ihrerseits nicht diktatorisch gebärden. Nur durch seinen Gegenstand gebunden, aber auch befreit, kann und will der theologische Lehrer nur im selben Sinn freie Schüler er­ziehen und haben.“

Die Theologische Fakultät Von Karl Barth Man hat mich eingeladen, an dieser Stelle etwas von der Theo­logischen Fakultät unserer nun … Mehr