Das Bauernkriegsgeschehen um Weißenhorn und Roggenburg im März und April 1525 nach der Weißenhorner Historie von Nikolaus Thoman Am Freitag, … Mehr
Schlagwort: Bauernkrieg
Die Programmschrift des Bauernkriegs: „An die Versammlung gemeiner Bauernschaft (An die Versammlung gemayner Pawerschafft) vom Mai 1525: „Seid herzhaft getröstet und Gott dankbar, dass eure große Not, ebenso wie der Glanz und die Anmut, die von der Rheinregion bis über die Etsch und Donau und weit und breit überall verkündet wird, sich so klar zeigen; selbst das allgemeine Gebet wendet sich für euch, während der allgemeine Fluch auf eure Gegner liegt, ohne Zweifel. Es wird Früchte tragen, liebe Brüder, wenn ihr würdig in diesem lobenswerten Ruf wandelt, fest zusammenhaltet in aller göttlichen Ehrfurcht, brüderlicher Treue und Liebe, sodass ihr alle ein einziger Leib unter dem Haupt Jesus Christus werdet. So wird Christus und der wahre Gott gewisslich euer Führer sein.“
An die Versammlung gemeiner Bauernschaft (An die Versammlung gemayner Pawerschafft, Mai 1525) In der ersten Hälfte des Monats Mai 1525 … Mehr
Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur Plünderung des Klosters Elchingen durch die Bauern des Leipheimer Haufens: „Das Leiden wird gelindert, wenn man andere sieht, die mit einem mitleiden. Ich, verwirrt, verstreut und völlig zerrissen, ohne Anfang und Ende, habe dies geschrieben, und wohin ich mich auch wende, sehe ich nur Not und seufze. Ich würde lieber ein Schweinehirte sein als ein Prälat. Denn Not ist von allen Seiten um mich herum, und was zuerst getan oder gebaut werden soll, weiß ich überhaupt nicht.“
Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur … Mehr
Johann Eberlin von Günzburg, Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten (1526): „Nun schreibe ich diesen Brief nur an diejenigen, die am vorherigen Aufruhr keinen Anteil hatten und Gott dafür loben, dass er sie behütet hat, und die auch geneigt sind, dem Wort Gottes mehr zu folgen als aller menschlichen Klugheit in Liebe und in Leid. Diese will ich hiermit warnen vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Dunkeln schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt, Psalm 90. Und da ich sie für unschuldig halte, achte ich sie auch für unbeschädigt, weshalb ich keinen Trostbrief schreibe.“
Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten … Mehr
„Wie die abgefallenen Untertanen zur Huldigung angenommen werden sollen“ – Die Kapitulationsartikel des Schwäbischen Bundes im Bauernkrieg 1525: „Zum sechsten soll jedes Dorf oder jeder Flecken zur Strafe und als Brandschatzung dem gemeinsamen Bund von jedem Haus sechs Gulden geben, und der Reiche sollen dem Armen dabei helfen. Wenn ein Dorf oder Flecken seine Summe nicht innerhalb der festgelegten Zeit aufbringt, wie es ihm die Verordneten auferlegen, so soll dieses geplündert und zerstört werden.“
Mitte März 1525 wurden die Zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben bei Melchior Ramminger in Augsburg erstmals gedruckt. Mit 27 … Mehr
Der Bauernkrieg. Ein schönes Lied, wie es den Bauern in ganz Deutschland ergangen ist (1525): „Der Bund, als er die Sache bedachte, / zog bald mit starker Macht / nach Leipheim an der Donau; / dreitausend Bauern lagen dort, / es ist ihnen nicht wohl bekommen. // Dreitausend, so wurde mir berichtet, / wurden dort erschlagen, man spricht, / achthundert sind ersoffen, / manchem wurde der Kopf abgeschlagen, viele sind davongelaufen.“
Thomas Kaufmanns neuem Buch „Der Bauernkrieg. Ein Medienereignis“ (Herder, 2024) enthält auch ein Unterkapitel „Die Erfindung und Wertung des ‚Bauernkrieges‘ … Mehr
Philipp Bayrhammer OPraem (1718-1761) in seiner historia imperialis canoniae roggenburgensis über den Aufstand der Bauern (seditio rusticorum, 1525): „Die Frechheit dieser Menschen ging so weit, dass einer von ihnen, namens Jörg Ebner, ursprünglich aus Ingstetten, den Abtssitz einnahm und sich selbst zum Abt erklärte. Aber seine Herrschaft dauerte nur kurz, denn bald wurde er gefangen genommen, nach Bubesheim gebracht, und derjenige, der den Mitra-tragenden Kopf anstrebte, wurde enthauptet und war nicht länger ein ‚Kopf‘.“
Über den Aufstand der Bauern (1525) Von Philipp Bayrhammer OPraem (1718-1761) Der ungläubige Thomas Müntzer war es, der den Bauern … Mehr
Zur Schlacht bei Leipheim (1525). Aus der Bauernkriegschronik des Schreibers des Truchsessen Georg von Waldburg: „Als er nun in den Ring kam, fragte ihn Herr Georgs Kaplan, ob er beichten wolle. Der Pfarrer sagte: ‚Nein‘ und fügte hinzu: ‚Liebe Herren, ich bitte euch, dass ihr euch nicht an mir ärgert, dass ich nicht beichte, denn ich habe Gott, meinem himmlischen Vater, gebeichtet, der mein Herz besser kennt als jeder andere.‘ Bevor das Urteil vollstreckt wurde, tröstete der Pfarrer seine Untertanen und sprach: ‚Seid getröstet, denn heute werden wir im Paradies vereint sein.‘ Dann erhob er seine Augen und sprach: ‚Allmächtiger Gott, ich danke dir, dass ich um deines göttlichen Wortes willen sterben soll, und dass du mich aus diesem Jammertal zu dir nehmen willst, nicht wegen des göttlichen Wortes, sondern wegen des Aufruhrs.’“
Zur Schlacht bei Leipheim (1525). Aus der Chronik des Schreibers des Truchsessen Georg von Waldburg (in heutigem Deutsch) Der Schreiber … Mehr
Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim (5. April 1525): „Jörg Truchsess hat gestern vor Leipheim ob tausend Bauern erstochen, viele hundert ertränkt, Leipheim hat sich auf Gnad und Ungnad, ebenso Günzburg, Langenau und andere Flecken viel ergeben: allein 12 Flecken, die Weißenhorn unterworfen sind. Es ist beschlossen, dass man die Vorgeher und Anstifter in beiden Städten köpft und die zwei Pfaffen soll man an einen dürren Ast eines Baumes hängen. Heute morgen ist der Nachrichter hinausgefahren, um vor Allem den Pfaffen ihren Lohn zu geben.“
Ulrich Artzt, Hauptmann des Schwäbischen Bundes, an den Rat zu Augsburg zur Schlacht bei Leipheim 4. April 1525 Mit Weißenhorn … Mehr