Harold Stahmer und Michael Gormann-Thelen über Eugen Rosenstock-Huessy (TRE): „Sich selbst bezeichnete er als einen „unreinen Denker“, um sich von vorherrschenden Normalisierungen, Typisierungen und Polarisierungen bewußt abzusetzen. Die Einheit zugleich individuellen, gegenseitigen und gemeinsamen Sprechens bildet die echten, näm­lich bewährten spirituellen Biographien der Sprecher.“

Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973)

Von Harold Stahmer und Michael Gormann-Thelen

1. Leben

Eugen Friedrich Moritz Rosenstock wurde am 6. Juli 1888 in Berlin-Steglitz geboren. Nach dem Besuch des Joachimsthaler Gymnasiums studierte er in Heidelberg Rechtswissenschaften (Promotion 1909) und Philosophie (Promotion 1923). 1906 wurde er protestantischer Christ. Während des Ersten Weltkrieges diente er an der Westfront vor Verdun als Artillerieoffizier und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. 1915 heiratete er Margrit Huessy (geb. 10. März 1893), eine Schweizerin aus Safenwil. Ihr Sohn Hans R. Huessy wurde 1921 geboren (gest. 1997). 1925 änderten sie ihren Namen rechtsgültig zum Doppelnamen Rosenstock-Huessy.

Rosenstock wirkte als Privatdozent für Rechtsgeschichte und Deutsches Verfassungs- und Staatsrecht in Leipzig (1912-1914). Mit Hans (1883-1958) und Rudolf Ehrenberg (1884-1969), Werner Picht (1887-1965), Viktor von Weizsäcker (1886-1957) u.a. bildete er den Patmos-Kreis. Dank der neuen Freundschaft mit Leo Weismantel (1888-1964) kam es nach dem Weltkrieg zur Gründung des Patmos-Verlages (1919-1923), der Werke mit neuen Zugängen zu religiösen, philosophischen und gesellschaftlichen Fragen publizierte. Später beteiligten sich mehrere Mitglieder des Patmos-Kreises, darunter auch Rosenstock-Huessy, an der Zeitschrift Die Kreatur (1926-1930), die von je einem Juden einem Katholiken und einem Protestanten, nämlich von M. Buber, Joseph Wittig (1879-1949) und V. von Weizsäcker herausgegeben wurde.

Im Jahr 1916 führten Eugen Rosenstock und F. Rosenzweig ihren berühmten Brief­wechsel zu „Judentum und Christentum“. Rosenstocks Angewandte Seelenkunde (1924; in derer sein grammatisches Denken zu entwickeln begann, erwuchs aus einem „Sprach­brief“ an Rosenzweig in ihrem Briefwechsel von 1916. Zwischen 1917 und 1924 schrieb Rosenzweig mehr als 1.500 Postkarten und Briefe an Margrit Huessy, die ein völlig neues Licht auf den Stern der Erlösung sowie auf Rosenzweigs Beziehung zu Rosenstock und dessen Einfluß auf ihn werfen.

Ende des Jahres 1918 lehnte er die drei Rufe der Universität Leipzig, des Preußischen Innenministeriums und den zur Mitherausgeberschaft der katholischen Zeitschrift Hochland ab. In einem handschriftlichen Lebenslauf aus dem Jahre 1923 schreibt er: „Ein Zwischensemester in Leipzig anfangs 1919, wo ich in sechs Wochen vor 350 Hörern die Deutsche Rechtsgeschichte vorzutragen hatte, belehrte mich, dass dem Zusammen­bruch gegenüber meine wissenschaftliche Position unhaltbar sei“. Er ging nach Stuttgart, wo er mit einem Vorstandsmitglied der Daimler-Benz A.G. die erste Betriebszeitung in Deutschland (1919-1920) herausgab. Danach gründete er mit anderen 1921 die Aka­demie der Arbeit in Frankfurt am Main, deren erster Leiter er wurde (1921-1922). In seiner Werkstattaussiedlung (1922) erkundete er die Lebensarbeit der Arbeiter als Partner der Industrie und des Soziologen. Außerdem entwirft diese Arbeit als erste die Industrie als Vergesellschaftung von zeitlichen Ordnungen und fordert jenseits des Fordismus (nach Henry Ford [1863-1947]) eine Dezentralisierung der Unternehmen.

Im Jahre 1923 folgte er einem Ruf an die Universität Breslau auf einen Lehrstuhl für Rechtsgeschichte, Handels- und Arbeitsrecht. In Schlesien begann er sein lebenslanges Engagement für Freiwilligen-Dienste. Zu den Teilnehmern seiner „Arbeitslager“ zählten Helmuth James von Moltke (1907-1945), Carl Dietrich von Trotha (1907-1952) und Horst von Einsiedel (1905-1948), die in der Folgezeit führend am Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Kreisauer Kreis mitarbeiteten. 1926 gründete Rosenstock-Huessy mit anderen die Deutsche Schule für Volksforschung und Erwachsenenbildung von 1928 bis 1932 war er Vizepräsident der World Association of Adult Education. Als sein Freund, der römische Priester, Kirchengeschichtler und Volkserzähler Joseph Wittig, exkommuniziert wurde, verfaßten beide zusammen zur Verteidigung von Wittigs Position die drei Bände Das Alter der Kirche (1927-1928).

Am 1. Februar 1933 legte Rosenstock-Huessy sein Amt als Rechtslehrer nieder und wanderte in die USA aus, wo er an Harvard mit Hilfe seines Freundes Carl Joa­chim Friedrich (1901-1984) Kuno Francke Lecturer in German Art and Culture wurde. Ab 1935 lehrte er als Professor für „Social Philosophy“ am Dartmouth College (emeritiert 1957). 1940 wurde er von Präsident Franklin Delano Roosevelt (1882-1945) zum Berater für Führungskräfte des Civilian Conservation Corps (CCC) an des­sen Ausbildungszentrum in Vermont ernannt. Diese von Rosenstock-Huessy gestiftete Stätte hieß Camp William James (vgl. Preiss), weil W. James schon seit 1910 nach einem „moral equivalent of war“ (s.u. 2.) gerufen hatte. Dort sollte gelernt werden, daß Opfer, Würde, Glauben, Teamwork und eine Zukunftsvision notwendig sind, um lebendige Gemeinschaften stiften zu können. Rosenstock-Huessys Schriften zum Freiwilligen-Dienst übten großen Einfluß auf die Struktur des aus dem Civilian Conservation Corps hervorgehenden Peace Corps aus, nach dem Kriege auch auf Dienste so wie Aktion Sühnezeichen. Nach dem Tode Margrit Huessys (1959) zog Freya von Moltke (geb. 1911), die Witwe H.J. von Moltkes, 1960 zu ihm und lebte bis zu seinem Tode am 24. Februar 1973 mit ihm zusammen in seinem Haus Four Wells in Norwich (Vermont).

2. Lehre und Wirken

Rosenstock-Huessys mehr als 500 Essays, Aufsätze und Monographien, darunter allein 40 Bücher, spiegeln die Vielfalt seiner Interessen: Philosophie, Recht, Geschichte, Soziologie, Sprachkunde, Erwachsenenbildung und Freiwilligen-Dienste. Er war ein christlicher Gesellschaftsreformer, der sein Leben der Vollmacht des Sprechens unter­teilte- „Der Mensch erschafft das Wort immer neu … [Gott] ist die Macht, die uns heißt den Mund aufzutun“ (Des Christen Zukunft 117). Sein Leben, Lehren und Wirken wurden vom Wort im Sinne des Johannesevangeliums, vom Kreuz, vom Glauben an den dreieinigen Gott, wie er sich im Credo des Athanasius artikuliert, und von den frühen Kirchenvätern inspiriert, die die menschliche Geschichte „als ein[en] Vorgang [erklärten], die Menschen Gott ähnlich zu machen. Sie nannten es Anthropurgie“ (ebd. 133). Er war ein höchst origineller und stark idiosynkratischer Denker, der sehr den Überlieferungen eines Paracelsus, Giambattista Vico (1668-1744), J.G. Hamann, Claude Henri de Rouvroy Saint-Simon (1760-1825) und J.W. von Goethe sich über­antwortet wußte. Er war einer der frühesten nach-modernen religiösen Gesellschafts­reformer, der die Wirklichkeit durch Sprache erschaffen glaubte. „Durch Sprechen erhält die Gesellschaft ihre Raum- und Zeitachsen.“ Auch war er einer der ersten, der Fragen von Anderssein und Alterität ansprach, die heute für die semiotischen und hermeneutischen Wissenschaften als grundlegend erkannt werden. Er hatte zudem ein außerordentlich feines Zeitgespür für die Probleme kultu­reller Relativismen gegenüber den wirklichen Fragen geschichtlicher Kontinuität und gesellschaftlichen Wandels („to change with honour“) in den zukünftigen multikultu­rellen und pluralistischen Lebcnswelten nationaler, religiöser und ethnischer Vielfältigkeiten.

Rosenstock-Huessy war der eigentliche Stifter (vgl. Soziologie) des Kreises der „Sprachdenker“ (Rosenzweig). „Grammatisches Denken“ erklärt Wirklichkeit ihm zu­folge als ein sprachlich-grammatisches Geschehen, in dessen Verlauf das Wort, Sprache und Sprechen, Namen, Imperative und Vokative die Macht haben, Räume und Zeiten entweder ins Leben zu rufen oder zu zerstören, dies jedoch im Verhältnis zu Gott, auf den man hört und dem man gehorcht. Rosenstock-Huessy stellte die fortlaufende Auto­biographie abendländischer Geschichte und Kultur als eine Folge von Revolutionen dar, die die Welt erschütterten. Er prophezeite ein großes, den ganzen Planeten umfas­sendes Zeitalter, das im dritten Jahrtausend Gestalt annimmt, nachdem die westliche eurozentrische Welt durch die beiden Phasen des Weltkrieges (Erster und Zweiter Welt­krieg) außer Kraft gesetzt wurde. Die Götter Vernunft, Kognition und ‚Wissenschaft, wie sie vom Idealismus, Positivismus und Historismus des 19. Jh. hervorgebracht wer­den, wies er in ihre Schranken, ebenso F. Nietzsches Verkündigung „Gott ist tot“. Er plädierte für eine Neue Wissenschaft, die ihre Grundüberzeugungen „weder der Theo­logie noch den Naturwissenschaften entlehnt oder gestohlen hat“ (Verteidigung 289). Diese nannte er Metanomik. Diese Wissenschaft muß zugeben, daß die Energien und Dynamiken von Krieg und Revolution, menschlichen Leidenschaften und Wider­sprüchlichkeiten für jede menschliche Unternehmung prägend sind. Dies muß im Sinne von W. James’ The Moral Equivalent of War (1910) aufgefaßt werden, also als Theorie solcher Unternehmungen, die unsere Zerrissenheiten, Spaltungen, Zwieträchten und Desaster zu überwinden vermögen. Seine Metanomik ringt mit den Fragen, die die „All­gegenwart Gottes in den widersprüchlichsten Strukturen der menschlichen Gesellschaft“ aufwirft (Verteidigung 321). Sein grammatischer Zugriff – Grammatik verstanden als „Gestaltenwandel der Seele“ — wurzelt in dem gesellschaftlichen Paradox „alle Menschen sind gleich, nein, sie sind verschieden“ (ebd. 322). Mit diesem Satz „sind wir im Zentrum aller sozialen Probleme der Zukunft“ (ebd.). Die Russische Revolution war der letzte große Versuch, alle Menschen über einen Kamm zu scheren. In Out of Revolution (1938) sagt er, im dritten Jahrtausend, im Äon des Geistes, könne keinem einzelnen Anspruch erlaubt werden, über unser Leben seine Herrschaft beanspruchen zu können. Die Stelle der vormaligen christlichen Konversion werde nunmehr eingenommen von den nüch­ternen und wohlbedachten Wechseln von Ansprüchen und entsprechenden Abwandlun­gen unserer Vokabularien und Sprechweisen unser Leben lang. Der Kern der grammtischen Methode seiner Metanomik besteht aus der „Synchronisation der Zeitungenossen“ (Verteidigung 321; vgl. Des Christen Zukunft 207 f.). Unser Sprechen hierbei er­richtet die Raum- und Zeit-Dimensionen der Gesellschaft: Nach-innen-und-außen-Gekehrtheit, Orientiertheit auf Vergangenheit und Zukunft. Alte Dualismen wie Subjekt und Objekt werden der Komplexität der neuen „unerhörten“ Lagen nicht mehr gerecht. Sich selbst bezeichnete er als einen „unreinen Denker“, um sich von vorherrschenden Normalisierungen, Typisierungen und Polarisierungen bewußt abzusetzen. Die Einheit zugleich individuellen, gegenseitigen und gemeinsamen Sprechens bildet die echten, näm­lich bewährten spirituellen Biographien der Sprecher. Diese können jedoch in jedwedem Augenblick nur dank dem Sich überkreuzen von mindestens vier Vektoren entstehen: aus dem Sichüberkreuzen der je zwei räumlichen und zeitlichen Achsen, aus denen heraus sich unser Leben entfaltet. Die Art und Weise, wie es dieses Kreuz einkreuzt, anerkennt durchaus die traditionellen Subjekt-Objekt- und Innen- und Außen-Unterschiedenheiten, darüber hinaus aber noch die Zeitvektoren von Vergangenheit und Zukunft, die uns als Trajekt und Präjekt bestimmen.

Das dritte Jahrtausend wird Rosenstock-Huessy zufolge der Äon des Geistes sein, währenddessen „der Heilige Geist den Menschen zum Partner seiner eigenen Schöpfung macht“ (Des Christen Zukunft 133). Es wird eine Zeit sein, in welcher „das Menschen­geschlecht eine gemeinsame Grundlage für sein gesellschaftliches Denken entdecken muß“ (ebd. 141). Ein Schlüssel dafür wird die lebendige Sprache sein, denn „ohne gemeinsames Sprechen hätten die Menschen weder eine Zeit noch gegenseitigen Respekt noch Sicherheit voreinander“ (Verteidigung 300). Weil „Wahrheit vital zu sein hat und gesellschaftlich bezeugt werden muß“ (vgl. Out of Revolution3 741), prägte er für alle diejenigen, denen planetarisches Überleben und gesellschaftliche Erneuerung am Herzen liegen, den Merksatz Respondeo etsi mutabor („Ich muß antworten/Verantwortung tragen, selbst wenn es mich total verwandelt“). Sein Dienst auf dem Planeten. Kurzweil und Langeweile im Dritten Jahrtausend (1965) gewährt solche Einblicke in das neue Sprechen, welches neue Konstellationen und Lebensweisen hervorruft und anerkennt. Diese sind not-wendig, um unsere Einzigartigkeit und unsere gemeinsame menschliche Solidarität immer neu zu entdecken und zu feiern.

Eugen Rosenstock-Huessy war ein brillanter, provokativer und inspirierender Freund und Lehrer, der Generationen von Menschen aus allen Lebenslagen Sinn, Hoffnung und Orientierung schenkte.

Quellen

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Bibliographie: Lise van der Molen, Comprehensive Bibliography: Morgan (s.u. bei Lit.). – Ders., A Complete Bibliography of the Writings of Eugen Rosenstock-Huessy, Toronto 1989 (TST 45). – Ders., Chronological Bibliography of the Writings of Eugen Rosenstock-Huessy (1888-1973), Norwich, Vt. 1998.

Forum: Vgl. auch das seit 1963 erscheinende Publikationsorgan der Eugen-Rosenstock-Huessy-Gcsellschaft e.V. (WWWsite: http://www.xs4all.nl/~ feico): Mitteilungsbl. der Eugen-Rosenstock-Huessy-Gesellschafr, Bielefeld/Würzburg/Hannover; Geschäftsstelle Altenbekener Damm 41, D-30173 Hannover. – Stimmstein. Jb. der Eugen-Rosenstock-Huessy-Gesellschaft, Mössingen; bisher erschienen Bde. 1 (1987), 2 (1988), 3 (1990), 4 (1993), 5 (1998). Enthält fortlaufenden Literaturbericht zu neuen Arbeiten von und zu E. Rosenstock-Huessy.

Aufgewühlte Werke: Soziologie. I. Die Kräfte der Gemeinschaft, Berlin 1925; II. Die Vollzahl der Zeiten, Stuttgart 1958 (Neudr. unter dem ursprünglichen Titel: Im Kreuz der Wirklichkeit, 3 Bde., Mössingen-Talheim 1998). – (zusammen mit Joseph Wittig) Das Alter der Kirche, 3 Bde., Berlin 1927-1928 (Neudr. mit editorischem u. rezceptionsgesch. App. sowie einem wiss. Nachw. v. Wolfgang Ullmann, .München 1997-1998). – Die europ. Revolutionen. Volkscharaktere u. Staatenbildung, Jena 1931; 2. Aufl. u.d.T: Die europ. Revolutionen u. der Charakter der Nationen, Stuttgart/Köln 1951; NA Moers 1987. – Out of Revolution. Autobiography of Western Man, Providence, R.L/Oxford 1938 21969 (NA 31993). – The Christian Future or the Modern Mind Outrun, New York 1946; dt.: Des Christen Zukunft oder Wir überholen die Moderne. Übers, v. Christoph v. der Bussche/Konrad Thomas, Moers 1985. – Die Sprache des Menschengeschlechts. Eine leib­haftige Grammatik in vier Teilen, 2 Bde., Heidelberg 1963-1964. – Dienst auf dem Planeten. Kurzweil u. Langeweile im Dritten Jahrtausend. Stuttgart u.a. 1965. – In Verteidigung der grammatischen Methode: Eugen Rosenstock-Huessy, Friedensbedingungen einer Weltwirtschaft. Zur Ökonomie der Zeit, hg. v. Rudolf Hermeier, Frankfurt a.M. 1988 (Arnoldshainer Schriften zur interdisziplinären Ökonomie 14) 287-325.

Literatur

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TRE 29 (1998), S. 413-418.

Hier der Text als pdf.

2 Kommentare

  1. Lieber Jochen,

    Hab herzlichen Dank für diesen Aufsatz. Dem Namen von Rosenstock-Huessy bin ich unzählige Male begegnet, ohne aber etwas über die Person und ihr Denksystem zu kennen.

    Hans Lutz

    1. Das freut mich. Rosenstock-Huessy hat ja auch für die Industriesozialarbeit einiges geschrieben. Ich schicke Dir dazu Rosenstock – Lebensarbeit in der Industrie und Aufgaben einer europäischen Arbeitsfront (Springer) sowie Rosenstock – Werkstattaussiedlung. Untersuchungen über den Lebensraum des Industriearbeiters (Springer) als pdf.

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