„Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“ – ein Blick auf die eigenen Handflächen

Hand 3 (Mittel)

Der Blick auf die Handflächen findet sie – die eigenen Lebenslinien. Vom Handballen unter dem Daumen aus zeigen sich feine Linien gleichsam eingraviert. Bis zu den Fingern ziehen sie sich hinauf oder aber legen sich quer. So kreuzen sich die Linien, schneiden sich spitz­winklig, gehen ineinander über, enden irgendwo.

Unser Leben lässt im Rückblick kein geradliniges oder symmetrisches Muster erkennen: Lebenswege haben sich gekreuzt, manche freundschaft­lich zueinander gefunden. Andere Lebenswege sind auseinan­dergegangen. Eigene Vorhaben und Unternehmungen sind mit der Zeit verendet.

Was auch immer sich auf unseren Handflächen abzeichnet, ist nicht auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet, sondern ver­läuft sich. So lässt der Blick auf die eigenen Hand­flächen einen selbst fragen: Was vermagst du vom deinen Leben auf Dauer zu begreifen und damit auch zu behalten?

Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände“ – so lautet Gottes Zusage an sein Volk Israel (Jesaja 49,16). Was sich bei dir bewegt mit allen Höhen und Tiefen, Irrungen und Wirrungen ist mir vor Augen. Dein Leben entgeht mir nicht. „Bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erret­ten.“ (Jesaja 46,4)

Gottes Hand zeigt sich auch uns nicht verschlossen. In ihr ist Jesu Hingabe am Kreuz und seine Auferstehung aus dem Grab als Lebenslinie eingezeichnet. Im Glauben an Jesus den Christus sind wir selbst in die offene Hand Gottes aufgenommen. Er hält uns nicht im Griff, wo wir sicheren Fußes unterwegs sind. Unser Leben ist vielmehr von ihm getragen, gerade dort, wo wir nicht weiterkommen oder uns selbst verlieren.

Die Lebenslinien in unseren Handflä­chen können wir uns nicht zu unserem eigenen Heil zurechtdeuten. Aber wir vertrauen darauf, dass sie mit der Kreuz­schrift Jesu Christi in Gottes Hand auf seine Ewigkeit hin fortgeschrieben werden.

Hier der Text als pdf.

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