„Der christliche Glaube und der Glaube an ein ‚himmlisches Reich‘ sind das Einzige, was einem in der Not hilft“ – Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort in seinem Abschiedsbrief an seine Frau vor seiner Hinrichtung am 4. September 1944 (vollständiger Text)

Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort
Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort (1909-1944)

Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort war einer der Beteiligten an der Verschwörung des 20. Juli 1944 gegen Adolf Hitler. Vor der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof und seiner Hinrichtung in Plötzensee schreibt er einen Abschiedsbrief an seine Ehefrau Gottliebe, geb. Gräfin von Kalnein (1913-1993):

3. September 1944

Mein Geliebtestes auf der Welt!

Dieses wird wohl der letzte Brief sein, den Du auf dieser Welt von mir bekommst. Obwohl meine Gedanken seit unserer Trennung Tag und Nacht um Dich kreisen und mein Herz Bände füllen könnte, fallt es mir doch schwer, diesen Brief zu schreiben. Ich befürchte mit allem Deinem armen geprüften Herzen nur neue Last aufzubürden. Trotzdem – Du Engel – sollst Du alles wissen und erfahren, wie ich die letzten Wochen gelebt, gedacht und gefühlt habe. Be­stimmt stellt man sich, ohne selbst so etwas erlebt zu haben, alles viel schlimmer vor, als es ist, wenn die Dinge Tatsache geworden sind und es ein Ausweichen nicht mehr gibt. Meine hierfür glückliche Natur und vor allem die Hilfe von Gott, um die ich Ihn immer gebeten und die Er mir in reichem Maß gegeben hat, haben mich alle Belastungen in einer Weise überste­hen lassen, wie ich es vorher nie für möglich gehalten hätte. Es vollzieht sich eine völlige Wandlung, wobei das bisherige Leben allmählich ganz versinkt und gänzlich neue Maßstäbe gelten. Du hast dabei sogar durchaus auch Deine kleinen Freuden, und ich habe auch Momen­te gehabt, wo ich richtig vergnügt war. Die Anlässe sind nur eben ganz andere geworden. Ein nettes Wort von einem mitfühlenden Menschen, die Erlaubnis, zu lesen und zu rauchen, gele­gentlich der Vorführung zu einer Vernehmung ein paar Schritte über einen sonnigen Hof ma­chen zu können und solcher Kleinigkeiten vielerlei erfreuen einen ganz genauso, wie früher eine große Unternehmung oder ein freudiges Ereignis. Da ich meistens etwas Hunger hatte, freute ich mich über ein Stück trockenes Brot oder auf die dünne Suppe gerade so wie früher auf ein dickes Jagddiner. Und es schmeckt dann mindestens ebenso.

Mein Geliebtes – ich schildere Dir das so ausführlich, damit Du nicht denkst, Dein Heini hätte die sechs Wochen dicht an der Verzweiflung an die Zellenwand gestarrt oder sei wie ein ge­fangenes Tier im Käfig auf und ab [432] gewandert. So darfst Du Dir bitte diese Zeit nicht vorstel­len. Natürlich, mein Einzigstes, hat es auch sehr bittere und traurige Stunden gegeben, wo die Gedanken dann ihre eigenen Wege gingen und ich alle Kraft zusammennehmen musste, um nicht nachzugeben und die Haltung zu bewahren. Ich glaube es aber geschafft zu haben. Und auch diese Stunden waren nicht umsonst und sicherlich notwendig, um mich dorthin zu füh­ren, wo ich heute stehe. Ich könnte diesen Zustand nicht besser erklären als mit dem Wort aus der Bibel „Fürchte Dich nicht, glaube nur“.

Bevor ich nun mich mit Dir, mein Geliebtes, über uns unterhalte, muß ich noch auf zwei Sachen eingehen und Dir erklären, weil ich nicht möchte, daß Du über ihre Motive nicht genau unterrichtet bist. Ich habe zwei große Torheiten begangen. Einmal die Flucht aus Berlin. Es war mehr oder weniger ein spontaner und undurchdachter Einfall, der zur Durch­führung kam, als sich plötzlich eine günstige Gelegenheit bot. Ich hatte vor, in die Conower Gegend zu gelangen, um dort auf einem der Güter unterzuschlüpfen. Ich hatte mir nicht über­legt, daß ich den Betreffenden wahrscheinlich mit hineingerissen hätte. Es ist daher wahr­scheinlich gut, daß ich kurz vor Feldberg von der Landwacht wieder gefangen wurde. Denn, wie ich höre, waren die dortigen Güter schon alle bewacht. Weißt Du – mich überkam so ein starker Drang nach der Freiheit, daß ich einfach nicht anders konnte, als einfach abzuhauen. Diese vier Tage Dir zu schildern in ihren Einzelheiten würde zu weit führen. Jedenfalls hatte ich vier Tage die Freiheit, bin nachts gewandert, habe am Tage in Wäldern geschlafen, von Beeren, Milch und rohem Gemüse gelebt, genau wie die ausgerissenen russischen Gefange­nen. Es ging mir an sich herrlich, und ich genoß die Freiheit mit jeder Faser. Einen Haken hatte die Sache allerdings, und das waren meine Halbschuhe, in die natürlich sofort Sand kam und ich mir daher in Kürze die Zehen so wund gelaufen hatte, daß ich wirklich nur unter größ­ter Energieentfaltung mich langsam weiterschleppen konnte. Wäre das nicht gewesen, hätte man mich auch nicht gefaßt. Jedenfalls nicht vor dem Ziel. Aber wer weiß, wozu es gut [433] war. Ich wurde dann von dem netten Förster, der mich angehalten hatte, noch verpflegt und dann von der Polizei nach Berlin zurückgebracht. So weit betrifft die Sache nur mich. Wie ich aber erfahren habe, hat meine Flucht sich auch auf Euch ausgewirkt. Mein Einzigstes, das hatte ich mir natürlich nicht überlegt. Der Gedanke, Dir und anderen geliebten Menschen zu allem anderen auch noch hierdurch Leid zugefügt zu haben, ist mir ganz furchtbar. Ich weiß aber, Ihr werdet mir diese Unüberlegtheit verzeihen.

Nun die zweite Sache, mein Engel, für die ich Dich auch um Verständnis bitten muss, die bis ins Letzte zu erklären aber wesentlich schwerer ist: An dem Tage, als ich morgens um vier Uhr gefasst wurde und dann nach einer nicht schönen Zwischenstation in einem SS-Lager bei Fürstenwalde gegen 11 Uhr im Gefängnis in der Albrechtstraße (SS-Zentrale in Berlin) abge­liefert und sofort einer Vernehmung unterzogen wurde, war ich auf einmal mit meinen Nerven wirklich fertig. Die vier Tage wenig gegessen, die Anstrengungen wegen meiner Füße, die Aufregung der Gefangennahme, die Überführung nach Berlin und das erste Verhör, in dem mir sofort klar war, dass es über mich nichts mehr zu verheimlichen gab, weil durch Aussagen bereits alles bekannt war, gab mir einen derben Schock. Nach dem Verhör sollte ich dann etwas schlafen und dann alles schriftlich niederlegen, was ich in dem „Fall“ nicht nur von mir (denn das stand ja schon fest), sondern auch über alle anderen Freunde und Kameraden wuss­te. Als ich aufwachte, kam die ganze Müdigkeit und Desperatheit erst richtig nach, stand der Gedanke, nun auch noch andere durch meine Aussagen hereinzureißen, als ein einfach un­überbrückliches Hindernis vor mir. Infolge meines Zustandes fühlte ich mich nicht mehr stark genug, diesem Ansturm zu widerstehen; andererseits sagte ich mir, dass ich jede Achtung vor mir selbst verlieren würde, wenn ich hierin nachgäbe. Aus dieser verzweifelten Verfassung heraus, halb nicht mehr mit kontrollierten Sinnen, versuchte ich dann, dem allen ein Ende zu machen, indem ich mir die Pulsader öffnen wollte. Ganz dazu kam es nicht, weil es bemerkt wurde. Geliebtes – bitte glaube mir, schon am nächsten Tag [434] war mir diese Handlung völlig unfasslich, und ich kann auch heute noch nicht verstehen, dass ich diesen Gedanken überhaupt erwogen habe. Er liegt mir so fern. Und glaube mir bitte weiter, dass, wenn ich diesen Schritt tat, es bestimmt mit keinem Gedanken in Rücksicht auf mich, sondern nur im Hinblick auf andere geschah. Mein Liebes, ich musste Dir das berichten, denn Du sollst und musst die Zusammenhänge genau kennen. Du hast mich bisher in allem verstanden, und ich traue fest darauf, dass Du auch in dieser Sache nur richtig nachempfinden kannst. Innerlich habe ich diesen Zwischenfall sehr schnell überwunden, weil ich ihn irgendwie gar nicht als zu mir gehörig ansah. So – mein geliebtester Schatz –, jetzt fühle ich mich erleichtert, nachdem Du alles weißt.

Nun zu uns beiden – mein armer über alles geliebter Mensch. Irgendwie geht doch alles, was sich ereignet hat, über das Fassungsvermögen hinaus. Dass wir inzwischen ein viertes Kind haben, ich es erst acht Tage danach erfahren habe und diesen kleinen Menschen, der doch von mir stammt, nie im Leben sehen werde, kann ich einfach nicht begreifen. Dass alles gut ge­gangen und Du gesund bist, ist mir der einzige Trost. Gib dem kleinen Wurm einen zarten Kuss auf sein Bäckchen von seinem unbekannten Papi. Sie wird am wenigsten unter all diesen Traurigkeiten leiden!

Geliebtes, wenn ich Dir zu Anfang schrieb, dass es auch schwere Stunden für mich gegeben hat, so waren es in der Hauptsache die, in denen ich mich mit dem Schicksal meiner so heiß geliebten kleinen Familie beschäftigte. Ich kann eigentlich gar nicht daran denken. Wollen wir uns jetzt nicht alles im Einzelnen ausmalen! Du weißt es so gut wie ich, und helfen kann ich Euch doch gar nicht. Mein Geliebtes, das ist das Entsetzliche an meiner Lage, Euch hilf- und schutzlos zurückzulassen, ohne auch nur mit einem Ratschlag helfen zu können. Ich zerbreche mir den Kopf, aber wie soll ich Dir einen vernünftigen Rat geben, wo ich doch die herrschen­den Umstände gar nicht kenne. Meine einzige Zuversicht ist mein Glaube an Dich, an Deinen Mut und an Dein in der Not starkes Herz. Vollends wahnsinnig würde ich werden, wenn ich auch nur mit einem Gedan-[435]ken es für möglich hielte, dass Du mir innerlich einen Vor­wurf machen könntest. Du wirst immer davon überzeugt sein, dass ich nicht leichtfertig Eure Zukunft zerstört habe, sondern einer Idee diente, von der ich geglaubt habe, dass sie eine Rücksicht auf Familie und Privates nicht rechtfertige. Der liebe Gott und das Schicksal haben gegen mich entschieden, aber ich nehme die felsenfeste Überzeugung mit ins Grab, dass Du mich deswegen mit keinem Gedanken richten wirst. Man darf sich auch nicht überlegen, wie es wäre, wenn man anders gehandelt hätte, denn über diesen Überlegungen wird man ganz mürbe. Man kann nichts Geschehenes ungeschehen machen. Weißt Du – Geliebtes –, es ist mir in den letzten Wochen so unbedingt klargeworden, dass all unsere Schritte und unser Geschick letztlich nur vom lieben Gott geleitet werden. Auch in meiner Lage habe ich von Anfang an das ganz bestimmte Gefühl gehabt, dass alles nach Gottes Willen abrollt. Einen schönen Spruch lege ich Dir ans Herz wegen seiner Wahrheit:

„Sorget nicht, sondern lasset in allen Dingen eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.“

Und werden unsere Bitten nicht erfüllt, so müssen wir uns sagen, dass Gottes Wege nicht unsere Wege sind und wir nie wissen können, was für uns das Beste ist. Mein Engel, ich werde Dir in dieser Form fremd sein, aber glaube mir, diese Wochen haben mich wirklich gläubig gemacht, und ich bin unendlich dankbar dafür. Der christliche Glaube und der Glaube an ein „himmlisches Reich“ sind das Einzige, was einem in der Not hilft. Ach, mein Liebes – wie oft habe ich an unsere gemeinsamen Versuche gedacht und wie unendlich gerne würde ich jetzt mit Dir über alles sprechen. Der Weg dorthin führt aber wohl nur über Leid und es muss erst einmal alles gewaltsam von einem gerissen werden. Erst dann kann man eine neue Kreatur werden.

Was für ein sündiger Mensch ich bisher war, ist mir erst jetzt klargeworden. Es ist sehr viel verlangt, dass der liebe Gott mir das alles verzeiht, wo ich doch erst zu Ihm gefunden habe, wo die wirkliche Not begann. Aber ich habe Ihn oft darum ge-[436]beten und glaube, dass Er mich erhört hat. Jedenfalls werde ich in diesem Glauben sterben und ohne Furcht und Angst. „Wachet, steht im Glauben, seid männlich und seid stark“ soll mich bis zuletzt leiten. Es ist mein Einsegnungsvers. Eine große Hilfe war mir, dass ich in Königsberg und in Berlin mir eine Bibel beschaffen konnte, die meine Hauptlektüre war. Das ist mein Wunsch und guter Rat an Dich, mein Geliebtes, versuche ernsthaft, ein wirklicher Christ zu werden. Es ist be­stimmt die stärkste Waffe, die man haben kann. Wenn man will und immer wieder darum bittet, versagt sich einem der liebe Gott auch nicht. Dir bestimmt nicht, denn Dein Herz ist so gut. Mein Liebes, ich habe Dir auch dieses alles so ausführlich geschildert, weil ich will, dass Du alles, was mich bis zu meinem letzten Tag bewegt hat, genau weißt.

Ich bin übrigens nirgends wirklich schlecht behandelt worden und habe überall Menschen gefunden, die gut zu mir waren und sich aus ehrlichem Mitgefühl um mich sorgten. Manch­mal war ich richtig gerührt darüber. Es gibt überall böse, aber auch viele gute Menschen. Weißt Du, ich habe so oft an unsere Gespräche gedacht, worin Du mich anhalten wolltest, mehr geistige als irdische Schätze zu sammeln. Wie hast Du nur recht gehabt! Wo sind alle irdischen Schätze hin? Vergangen wie eine Dampfwolke! Das liebe Steinort …

Mein Geliebtes, ich kann das alles nur andeuten, hätte natürlich noch allen viel mehr zu sagen, aber ich kann schon kaum mehr schreiben und kann ja auch nicht alles in diesem einen Brief sagen, und ich darf jetzt nicht sentimental werden. Der Gedanke, dass wir beide, die wir doch so ganz zusammengehören, uns nun nie, nie wieder auf dieser Erde sehen werden, ist für mich unfasslich. Sieben herrliche Jahre haben wir zusammengelebt. Du bist auch jetzt niemals von mir gewichen. Ich habe immer das feste Gefühl gehabt, dass Du neben mir hergehst, und mit diesem Gefühl werde ich bis zur letzten Sekunde bleiben. Wir wollen dankbar sein für alles, was wir aneinander und miteinander gehabt haben. Für Dich, Geliebtes, ist ja alles viel, viel schlimmer als für mich. Für meine Person, dessen [437] sollst Du gewiss sein, fürchte ich den Tod nicht. Ich fürchte ihn nur im Hinblick und im Gedanken an Dich und unsere geliebten süßen Kinder. Wie wirst Du ihnen das nur alles erklären? Sie sind ja gottlob noch sehr jung und werden das wohl so ganz nicht verstehen. Wer weiß, was überhaupt die Zukunft bringt. Um eins bitte ich Dich. Du wirst die nächste Zeit sehr traurig sein, das weiß ich und kann es Dir doch nicht ersparen. Ich weiß, dass Du mich bestimmt nicht vergessen wirst. Aber wenn Ihr von mir sprecht, tut es mit frohem Sinn und nicht so gewiss traurig verhalten, wie man das meistens erlebt, wenn von Toten gesprochen wird. Ich habe mein kurzes Leben fröhlich (viel­leicht zu fröhlich) durchlebt und möchte, dass man mich auch so in Gedanken behält. Du wirst verstehen, wie ich das meine! – Kein Mensch kann sagen, wie Dein Leben nun weiter­gehen wird. Wo ich auch bin, werde ich immer für Dich beten. Gebe Gott, dass Dir größeres Leid erspart wird. Du bist das Allerliebste, was ich auf dieser Welt zurücklasse. Hätten wir uns doch wenigstens noch einmal sehen und umarmen können. Es war nicht möglich! Bitte, bitte zergräme Dich nur nicht um mein Schicksal. Ich weiß, dass man sich, wenn einem ein lieber Mensch aus der Welt gegangen ist, genau vorzustellen versucht, wie alles im Einzelnen war und was er durchgemacht. Ich habe Dir ja schon gesagt: Ich habe keine Furcht, ich bin innerlich mit mir fertig, ich werde stolz und aufrecht allem entgegensehen, Gott bitten, dass Er mir Seine Kraft nicht entzieht, und mein letzter Gedanke wirst Du und meine Kinder sein.

„Des Todes rührendes Bild steht nicht als Ende dem Frommen und nicht als Schrecken dem Weisen.“

Ich will mich weder als Frommen noch als Weisen bezeichnen, sehe das Ende aber in diesem Sinne. (Diesen hübschen Vers sagte mir heute mein Verteidiger.)

Einzigstes – Du glaubst nicht, wie schwer es mir fällt, diesen Brief und damit unser letztes Gespräch zu beenden, aber mal muss es sein. Wir werden uns über den Tod hinaus so lieb behalten, wie wir uns im Leben geliebt haben. Dieser Brief wird [438] Dir weh tun, aber ich musste doch noch einmal alles mit Dir besprechen. Der liebe Gott beschütze Dich und unsere Kinder auf all Euren Wegen. Es umarmt Euch und liebt Euch über alles auf der Welt

Euer Peps und Dein Heini

Quelle: Du hast mich heimgesucht bei Nacht. Abschiedsbriefe und Aufzeichnungen des Widerstandes 1933-1945, hg. v. Helmut Gollwitzer, Käthe Kuhn und Reinhold Schneider, München: Chr Kaiser, 3. erw. A., 1955, 431-438.

Hier der Text als pdf.

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