Hans Jochim Iwand über Tod und Auferstehung in seiner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Die Auferstehung ist so gewiss wie Gott Gott ist“

Hans Joachim Iwand (1899-1960)
Hans Joachim Iwand (1899-1960)

In seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie 1956/57 behandelt Hans Joachim Iwand im Rahmen der Christologie auch die Frage nach Tod und Auferstehung. Seine Ausführungen berühren sich mit seinem Text „Tod und Auferstehung“ von 1959. Für Iwand (bzw. Luther) ist die Auferstehung von den Toten eminent theologisch:

Die Mächte

Von Hans Joachim Iwand

1. Die Überwindung des Todes

Luther hat etwas Entscheidendes gewußt von der Unfreiheit des Menschen, von der Antithese eines «Jenseits». Wer in der «Welt», im «Fleisch», in der «Sünde» lebt, der kann nicht in Christus sein, der kann nicht aus der Kraft des Geistes handeln. Der kann nicht seine Glieder zur Verfügung stellen für den Dienst der «Gerechtigkeit Gottes» (Röm 6,19). Das ist eine letzte Antithese. Man könnte sagen, die Macht der Mächte, unter denen der Mensch steht, muß von dort aus gebrochen werden. Der Mensch kann sich nicht selbst daraus befreien. Genau diese Situation wird dem Menschen offenbar im Gewissen. Im Anruf des Gewissens entdeckt der Mensch die Wirklichkeit seiner selbst, das heißt, er entdeckt die Welt, den «Kosmos», wie er ist, nämlich in der Bestimmtheit durch den Tod. Indem der Mensch diese Todesgewißheit erkennt, wird sein Glaube mit dem Tode konfrontiert. Ein ganz neues Problem taucht auf. Der glaubende Mensch wird nicht nur vor die Frage nach der Oberwindung der Sünden gestellt, denn diese hat ja keinen Sinn, wenn nicht der Tod als die letzte Macht überwunden wird. Darum konzentriert sich dann die Frage nach den Mächten um den Tod. Hier entwickelt Luther die Lehre von der Auferstehung, von dem Sieg Christi über den Tod.

Vielleicht kann man sagen, daß Luthers Theologie dort überall falsch verstanden wird, wo sie beschränkt wird auf die Vergebung der [189] Sünden. Da muß sie subjektiviert werden, da muß sie bezogen werden auf die Überwindung des Schuldbewußtseins. Alles, was wir vom Gewissen gehört haben, wird nur dann recht verstanden, wenn wir von da aus weitergehen zu der Frage nach der Überwindung des Todes. Ich würde glauben, daß das ganze Problem der sogenannten «Letzten Dinge», vielleicht auch die ganze Frage der Entmythologisierung, angefaßt werden müßte vom Gedanken des Todes her. Es ist unmöglich, in seinem Gewissen froh und frei zu werden durch Jesus Christus, wirklich zu wissen, was die «Vergebung der Sünden» bedeutet, wenn ich nicht an die Überwindung des Todes glauben kann. Wir werden in der Theologie noch lernen müssen, daß die Lehre von der Sünde nicht zu entfalten ist ohne die Lehre vom Tod. Das ist der Fehler des 19. Jahrhunderts gewesen, zu meinen, die Vergebung der Sünden verbürge schon ewiges Leben. Man hat sich dabei oft auf Luthers Satz aus dem Kleinen Katechismus (V, 2) berufen: «Wo Vergebung der Sünde ist, da ist auch Leben und Seligkeit»[1]. Und damit hat man das ganze Todesproblem draußen gelassen, und das rächt sich heute.

2. Die Bedeutung des Todes Christi

Wie Luther die Auferstehung der Toten von der Schrift her deutet, machen wir uns am besten an einigen Stellen bei Luther selbst klar. Im Anschluß an die beiden Stellen bei Paulus: 1 Thess 4,15ff. und 1 Kor 15,52 sagt er: «Dreierlei erzählt er (Paulus), was Christus in seiner letzten Zukunft mit sich haben wird: das Feldgeschrei, die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes. Und er redet nach der Weise, wie es zu Felde in der Schlacht zugehet; denn Feldgeschrei, keleusma, heißt, wenn sich die Kriegsleute im Heer untereinander vermahnen und antreiben, ritterlich zu streiten: Hinzu, hinzu, hinzu, dran, dran, dran. Posaunen sind die Drometen (Trompeten), die in der Heerschlacht gebraucht werden. So gehet’s zu zu Felde in der Heerschlacht. Wenn man die Schlacht anfängt und die Feinde angreift, so bläst man die Posaunen [190] oder Drometen, schlägt die Trommel und geht daher die Taratantara. Man macht ein Feldgeschrei: Her, her, her, her. Der Oberste Leutnant oder Hauptmann, dem der Kriegsfürst das Feld befohlen hat, vermahnt das Kriegsvolk, die Feinde ritterlich anzugreifen: Hui, hui, hui, hui. Und das Kriegsvolk schreiet zu: Frisch an sie, Frisch an sie, Frisch an sie; Schlagt tot, Schlagt tot, Schlagt tot. Daher kommt’s, wenn ein Teil gewonnen hat, so spricht man: Der andere Teil ist kleinlaut geworden. Wenn die Türken in die Schlacht gehen, so ist ihre Losung, und das ganze Heer schreiet: Allah, Allah, Allahu, Mahomet Regil Allah. Es ist kein Gott denn Gott, Mahomet ist Gottes Knecht. Also taten die Griechen auch im Streit, hatten ihre Losung und Geschrei, ihre Posaunen und Drometen. — Auf dieselbe griechische Manier redet hier S. Paulus und spricht: Am Jüngsten Tage, wenn Christus vom Himmel herabkommen wird, wird ein Feldgeschrei werden: Hui, hui, hui. Der große Engel wird die Trommel schlagen, es sei nun der Engel Gabriel oder ein anderer Engel, denn Gabriel ist die höchste Macht unter den Engeln, der höchste Heerführer im Himmel, der das Schwert führt, der des Königs Marschall ist, der des Kaisers größte Macht hat zu Felde, wie der Name mitbringet ‹Gabriel›: ‹Gottes Kraft›, ‹Gottes Macht›. Wenn er seine Gewalt will üben, so schlägt er alles tot, was auf Erden lebet, solcher Erzengel oder auserlesener Engel vor anderen Engeln, der Gottes Macht ist, der wird die Heertrommel schlagen und seine Stimme hören lassen, und Gott wird seine Posaune blasen. Es wird aber nicht ein solch schwaches Feldgeschrei sein noch solche geringe Stimme, auch nicht solche Posaune von Messing oder Kupfer gemacht wie auf Erden oder von Silber, wie die Posaunen Mose waren (4. Mose 10). Sondern es wird sein ein starkes, kräftiges, himmlisches und göttliches Feldgeschrei, Stimme und Posaune»[2]. Und das Schlachtgemälde schließt mit der berühmten Stelle aus 2 Petr 3,10: «Alsdann werden Himmel und Erde in einen Haufen fallen mit großem Krachen, die Elemente werden vor Hitze schmelzen, die Erde und die Werke, die darinnen sind, werden verbrennen» [3]. [191]

Was aber bedeutet dies für den Christen und sein Leben in dieser für die Vergänglichkeit bestimmten Welt? Auf diese Frage hören wir wieder ein Zitat von Luther: «Des zeitlichen Lebens und des vergänglichen Reiches auf Erden wird allzu viel gedacht. Dieses vergängliche hat man stets im Gesichte, denket daran, sorget dafür und freuet sich darob; aber jenem unvergänglichen kehret man den Rücken, diesem jaget man nach Tag und Nacht, jenes schlägt man in den Wind. — Nun sollt es wahrlich bei den Christen nicht so sein, sondern das Widerspiel (Gegenteil) sollte es sein. Ein Christ sollte dieses zeitliche Leben nur mit zugetanen Augen und blindlings anschauen, aber das zukünftige, ewige Leben sollte er mit ganz aufgetanen Augen und mit klarem, hellen Licht ansehen und sollte nur mit der linken Hand in diesem Leben auf Erden sein, aber mit der rechten Hand und mit der Seele und ganzem Herzen sollte er in jenem Leben sein im Himmel und desselben in gewisser Hoffnung allzeit fröhlich warten»[4].

Der Christ müsse auf den Tod Christi sehen. In einer Totenrede auf den Kurfürsten Herzog Johann zu Sachsen sagt er: «Also, wiewohl es schwer ist, soll man sich dazu gewöhnen, daß man auf den Tod Christi lerne sehen, durch welchen unser Tod erwürget ist. Und ob es wohl anders scheinet für unsere Augen, menget doch der heilige Geist diesen sauren Essig mit Honig und Zucker, daß sich unser Glaube erschwinge in Gott und lerne den Toten ansehen nicht im Grabe und Sarg, sondern in Christo.» Da sehen Sie dann den Begriff: «en Christo», in Christus. «Wenn man ihn in diesem beschließt, so ist der tote Leichnam nicht mehr im Sarg … wie S. Paulus in der ersten (Epistel) an die Korinther im 15. Kapitel sagt: Man begräbt den Körper in aller Unehre, das ist wahr, aber da siehe nicht nach; denn er wird wieder auferstehen in aller Herrlichkeit (1 Kor 15,43ff.) … Also führet er immer unser Herz — weil er die Augen nicht kann so führen — von dem, das die Augen sehen, in das, das Gott redet, und in Christum, daß wir keinen Zweifel daran sollen haben, er werde uns mit Christus führen. Wer nur das also glauben könnte, der hätte [192] einen guten Trost in seinem eigenen Sterben und anderer Leute Sterben»[5]. Und weiter: «Darum ist es ein tröstlicher Tod, was so sanft, allein an seinen fünf Sinnen hinwegstirbt, wo es ein Mensch nur recht anriehet, daß einer so hinfähret in unseres Herrn Christi Leiden gewickelt, daß unser Herrgott so saget: Ich will dich den Teufel allein leiblich lassen würgen, darum siehe du nicht so hart auf deinen Tod. Siehe dies an, daß mein Sohn für dich gestorben ist und du vorhin auch geistlich gewürget bist. So will ich dir nun den Tod so zuschicken, daß du allein sterbest in deinen fünf Sinnen, wie in einem Schlaf»[6]. — Luther war der Meinung, daß der Mensch den Tod wahrhaft stirbt, einen geistlichen Tod im Glauben, indem er sich selber aufgibt, nicht mehr an das Seine denkt. Dies geschieht in der Taufe. Taufe ist das Übernehmen des Todes in einer ähnlichen Weise, wie Christus den Tod übernommen hat. Denn Christus übernahm den Tod. Er war nicht etwa ein Naturgesetz seines Lebens; er erwählte den Tod. So erwählt der Mensch in der Taufe den Tod. Die getauften Menschen fliehen nicht mehr vor dem Tod, sondern sie sterben den Tod «in Christus». Darum ist dann der leibliche Tod, den sie sterben, nur noch etwas, was vor den fünf Sinnen geschieht, und was täuschend ist; in Wahrheit bedeutet der Tod nur einen Schlaf[7]. Hören wir hierzu noch ein Wort von Luther: «Darum wollten wir uns bekümmern, sollten wir uns ja auch um Christi Tod bekümmern, das hat ein rechter Tod geheißen, nicht allein in sich selbst, daß er so bitter, schmählich und groß gewesen, sondern auch deshalb, daß er so kräftig ist, daß er alle anderen Toten getauft hat, daß sie sollen nicht Tote, sondern Schläfer heißen»[8]. Luther hat den Tod Christi immer wieder sehr genau beschrieben, ähnlich wie das die Passionsgeschichte ja auch tut, daß es ein menschliches Erleiden und Vergehen im Tod gewesen ist. Luther schreibt: «Denn das [193] ist ja wahr, wie man in der Passion siehet, daß Christus so gestorben ist, als nimmermehr keiner so stirbt noch sterben wird»[9].

Hier erhebt sich die Frage, die wir auch heute noch bewußt oder unbewußt vor uns sehen: Mit welchem Recht personifizieren wir den Tod? Wir könnten antworten: Der Tod war noch nicht in der Welt, weil Adam noch nicht gesündigt hatte. In dieser Weise etwa spricht Paulus «personifizierend» vom Tode (vgl. Röm 5,14 u. 18; 1 Kor 15,21). Luther hat in der Auslegung zu Psalm 90 über diese Frage gesprochen und gemeint, daß hier Mose in seinem eigentlichen Anliegen rede und Mose uns den Tod erst wahrhaft entdecke. Die griechischen Philosophen hätten den Tod nicht so gesehen, sie hätten sich im Grunde genommen das Bild des Todes immer wieder aus den Augen geschlagen. Mose aber habe entdeckt, daß der Tod «ira Dei» (Zorn Gottes) sei[10]. Diese ganze Frage, die wir genauso bei der Sünde und wahrscheinlich auch beim Gesetz stellen können, lautet: Inwiefern sind das Größen an sich? Das muß man sich vor Augen halten, wenn wir über die Mächte bei Luther sprechen. Ich meine nun, daß erst im Gegenüber zu Gott das Ansichsein des Todes und das Ansichsein der Sünde heraustritt. Daß der Tod eine Größe für sich ist, ist nur möglich in einer Welt, die nicht mehr Gottes Welt ist, ist nur möglich abseits der «basileia tou theou», des Reiches Gottes. Es ist also eine Möglichkeit, die eigentlich eine Unmöglichkeit ist. In der Welt, die nicht mehr Gottes ist, ist der Tod eine Größe für sich, da ist die Sünde eine Größe für sich und regiert im Gewissen, da wird dann auch das Gesetz eine Größe für sich und wird eine Ideologie. Wahrscheinlich würde man bei einer «Lehre von den Mächten» die Rangordnung so fassen müssen, daß man vom Tode ausgeht und von da zur Sünde und zum Gesetz kommt, weil am Tode dieses Fürsichsein des Kosmos nicht nur am deutlichsten anschaulich wird, sondern auch seine Realität hat. In dem Augenblick, in dem wir die Realität des Todes überspringen, den Schrecken des Todes, die Gottfeind-[194]lichkeit des Todes übersehen, haben wir uns die Wirklichkeit der Welt verstellt.

3. Die Wirklichkeit des Todes und der Auferstehung

An dieser Stelle möchte ich kurz hinweisen auf Heideggers schon erwähnte Schrift «Sein und Zeit». Hier sehen wir den Tod als Konstituante unseres Daseins im Kosmos. Diese neue Sicht des Todes, geradezu ein Mythos des Todes, stammt aus der ersten Begegnung der jungen Generation mit dem Tod im Ersten Weltkrieg, die keinen Glauben an die Auferstehung mitbrachte, die dem Tod und dem Todesphänomen als solchem preisgegeben war, die den Tod nur zu bestehen hatte in der Tapferkeit der heroischen Existenz. Dies steht hinter dem, was Heidegger in einer genialen Konzeption in seinem Buch «Sein und Zeit» entwickelt hat. Es gibt kein Existenzverständnis des Menschen mehr in der Moderne, weil der Mensch den Tod zum Todesfall degradiert hat. So eliminieren wir den Tod. Unsere moderne Gesellschaft lebt so, als ob es den Tod überhaupt nicht gäbe. Heidegger hat zum ersten Male wieder, was der ganze Idealismus nicht konnte, den Tod als ein letztgültiges Phänomen, als ein eschatologisches Phänomen, als eine Konstituante einer kosmischen Existenz ansichtig gemacht. Aber er hat ihn so ansichtig gemacht, daß der Tod ein Letztes war, und darum ist Heidegger auch, wenn man so will, das Ende einer philosophischen Epoche. Jede echte Philosophie müßte weitergehen, wo Heidegger stehengeblieben ist. So stehen sich diese beiden Faktoren gegenüber: auf der einen Seite ein neu aufbrechendes Verstehen des Todesproblems in der Theologie mit der Entdeckung dessen, daß nicht Golgatha das letzte Wort ist, sondern Ostern, und auf der anderen Seite, daß die deutsche Philosophie bei einem Faktum geendet ist, das für den Idealismus nicht da war, für den Marxismus auch nicht, nämlich beim Tod.

Es ist das Merkwürdige bei Luther, daß er niemals den Glauben an die Auferstehung nur an dem Faktum des Auferstehungsberichtes exemplifiziert. Die ganze Auferstehung ist für Luther primär Evangelium, ist Botschaft. Und wenn wir bei Luther fragen, ob er meine, [195] da wäre wirklich ein Engel aufgetreten, dann würden wir bald korrigiert werden. Luther hat den Glauben an die Auferstehung nicht nur auf die Auferstehungsberichte gegründet, sondern auf die Tatsache, daß Gott mit uns redet, also auf das erste Gebot. Darauf kommt er immer wieder: Wenn Gott sagt «Ich bin der Herr, dein Gott», dann sei damit schon die Auferstehung gegeben. Mit anderen Worten: Im Bunde (des Gesetzes), den Gott mit den Menschen macht, ist die Gewißheit der Auferstehung gegeben. Was bezeugt wird in der Auferstehung Jesu, ist nichts anderes, als daß Gott Gott ist. Und was bezeugt werden wird in der Wiederkunft Christi, das ist auch nichts anderes, als daß Gott Gott ist. Das heißt: Das Sein, das sich der Tod angemaßt hat, wird, in der letzten Perspektive gesehen, als ein Nicht- sein erwiesen werden, und das Sein, das Jesus darstellt, wird uns als rechtes Sein offenbar werden. Das «In-Christus-Sein» ist also Ausdruck der einzigen Wirklichkeit, die es gibt. Dagegen wird die angemaßte Wirklichkeit des Todes, die eine Wirklichkeit ist, weil der Zorn Gottes dahintersteht, als ein Schein erwiesen werden. Luther sagt: «Das sind unsere Prinzipia, Gründe und Hauptstücke, darauf die ganze christliche Lehre stehet. Denn die ganze Schrift sagt allein von dem Gott und seinem Sohn und Aposteln, daß ihre Predigt sei das rechte Gotteswort, und wer daran glaubt, daß der selig werde. Willst du nun das alles leugnen, so hab ich mit dir nichts zu tun, denn wer Gott und sein Wort, seine Taufe und Evangelium leugnet, der     hat auch leicht zu leugnen die Auferstehung der Toten. Darfst du sagen, daß Gott nicht Gott sei und die Apostel und Christenheit nicht recht lehre noch glaube, so hast du gut tun, und nicht besser, denn stoße nur vollends dem Faß den Boden aus und sage, daß keine Auferstehung, kein Himmel noch Hölle, kein Teufel noch Tod noch Sünde sei etc. Denn was willst du glauben, wo du nicht glaubest, daß Gott etwas sei?»[11]. — Mit anderen Worten: Der Glaube an die Auferstehung der Toten ist der Glaube, daß Gott etwas ist, daß Gott nicht nur eine Vorstellung ist. Wenn Gott nur ein Bild wäre, ein Entwurf, den der Mensch sich macht, weil er einen Partner braucht [196] über den Sternen, dann wäre Gott nicht etwas. Das hat Luther genau gesehen, daß die Leugnung der Auferstehung von den Toten ein letztes Ende der Spiritualisierung Gottes ist. Wenn Gott nicht sein Reich, seine Macht, seine Offenbarung, sein Wort für sich und durch sich hat, wenn er es nur hat im Bereich des christlichen Gemeindebewußtseins, dann wird es auch keine Auferstehung von den Toten geben.

Vom Tode her also wird deutlich, daß die Welt, in der wir leben, nicht Gottes Welt ist, daß die Schöpfung verloren ist. Wir müßten schon von der Auferstehung her leben, um ein echtes Verhältnis zu den Kreaturen zu gewinnen, wir müßten von «jenseits des Todes» her leben. Luther sagt: «Wohlan, das ist ein guter Dolmetscher und eine starke Konfutation (Widerlegung), der aus dem Wort Tod kann eine heilsame Rute machen. Die Kunst muß der heilige Geist und die rechte Hand Gottes lehren»[12]. Und Luther erläutert weiter: «Hier liegt’s denn wahrlich an einem guten Ausleger, der den Teufel mit diesem Vers überschreien und überwinden möge und sagen: Dennoch ist’s nicht der Tod noch Zorn, dennoch ist’s gnädige Züchtigung und väterliche Strafe, dennoch weiß ich, daß er mich dem Tode nicht übergibt, und will’s dennoch nicht glauben, daß es Zorn sei, und wenn’s alle Teufel in der Höllen sagten auf einen Haufen, ja, wenn’s gleich ein Engel vom Himmel sagte, so sei es verflucht (vgl. Gal 1,8), und wenn es Gott selbst sagte, so wollte ich doch glauben, er versuchte mich wie Abraham und stellte sich so zornig und wäre doch nicht ernst, denn er widerruft sein Wort nicht»[13]. — Der Tod kann nicht das letzte Wort behalten. Wenn es nur diese endliche Todeswelt gäbe, wenn das die einzige Welt wäre, dann könnte in dieser Welt das «verbum Dei» (Wort Gottes) nicht erklingen. Wo das Wort Gottes kommt, da springen die Türen des Todes auf. Wo das Wort Fleisch wird (Joh 1,14), da muß die Auferstehung sein. Die Auferstehung Jesu ist kein Zufall; denn dann wäre der Sieg Gottes auch ein Zufall. Die Auferstehung ist damit gegeben, daß Gott zu uns geredet [197] hat. Luther hat sich sehr oft darauf berufen, daß Gott ein Gott der Lebendigen sei (vgl. Mt 22,32), wo immer wir Gottes Wort hören, wo immer wir Gottes Wort begegnen.

In dem Moment, in dem die moderne Theologie, schon in der Aufklärung, die «Auferstehung» fallenließ, weiß man auch nichts mehr vom Worte Gottes, sondern weiß man nur noch etwas vom frommen Selbstbewußtsein. Wir haben versucht, deutlich zu machen, daß die Sicht der feindlichen Mächte, die in der Theologie Luthers eine Rolle spielen, zusammenhängt mit dem Gewissen, daß das Gewissen dem Menschen ein Daseinsverständnis erschließt, welches nicht mehr den Menschen selbst im Bereiche seiner eigenen Möglichkeiten setzt, sondern welches ihm entdeckt, daß er verhaftet ist bestimmten Mächten seines Lebens, dieser Welt. Das Vorhandensein dieser Mächte kann Luther auch einfach ausdrücken mit dem Begriffe «Welt», in dem Unterschied von Welt und Reich Gottes. Welt ist für ihn nicht einfach eine Gegebenheit in dem Sinne, wie wir sie heute fassen. Niemals hätte Luther das Weltverständnis etwa so ausdrücken können, wie es der Idealismus tat, als wäre das Vorhandensein von Welt das Materiale, die Materie unserer Pflicht, woran wir uns als die vom Geiste Bestimmten, als die Freien, zu üben hätten. Der Weltbegriff des deutschen Idealismus ist niemals zu vereinigen mit dem, was Luther unter Welt versteht. Man könnte geradezu sagen, daß Welt eine geschichtliche Größe, richtiger eine schicksalhafte Größe ist. Das Dasein des Menschen in der Welt bedeutet in der Tat, daß der Mensch Mächten unterworfen ist, die ihn wider seinen Willen bestimmen und regieren. Das Entscheidende und Große an Luthers Theologie wird gerade an Luthers Auffassung vom Tod deutlich. Luther unterscheidet zwischen den zweierlei Toden. Der eine Tod ist das Sterben des alten Menschen, ist der Tod des Todes, ist das Leben aus dem Wort, ist der große Akt der Befreiung. Der andere ist das «Tödlein», der kleine Tod, das Sterben, der Rest, der dem Tode gelassen wird, das Fleisch, das ebenso verwandelt werden muß, wie ich selber im Glauben an das Wort aus einem todverfallenen Menschen verwandelt worden bin in das Leben. Luther sagt über diese beiden Tode: «Der erste Tod von Adam her, der soll ab sein und gewechselt in einen geistlichen Tod, dadurch wir der [198] Sünde sterben, so daß die Seele keine Sünde willige und der Leib keine mehr tue. Und also schon vor dem Tod, welchen die Sünde über uns Beführet hatte, das ewige Leben in euch angefangen. Weil ihr nun von dem schrecklichen verdammlichen Tod frei seid, so nehmt diesen süs-sen, heiligen, seligen Tod an, so der Sünden stirbet, daß ihr euch vor Sünde hütet und ihr nicht dienet. Denn dies soll der Tod Christi in euch wirken, darein ihr getauft seid, daß solche Taufe auch einen Tod mit ihr bringe, weil Christus selber darum gestorben und darum euch zu taufen befohlen, daß die Sünde in euch ersäuft werde. — Das andere Tödlein ist nun das äußerliche Sterben (welches die Schrift nennet einen Schlaf), diesem Fleisch aufgelegt, darum daß es nicht aufhöret (weil wir auf Erden leben) dem Geist und seinem Leben zu widerstreben … Denn der Geist oder die Seele sagt: Ich bin der Sünden Tod, ich muß mein Leben gebrauchen, solange ich’s habe. Der Geist sagt: Ich glaube, daß mir Gott meine Sünde vergeben und von mir genommen hat durch Christus. Dagegen sagt der Leib: Was weiß ich von Gott und seinem Willen? Die Seele sagt: Ich muß milde, züchtig, keusch, demütig, geduldig sein etc. und nach dem künftigen Leben trachten. Das Fleisch belfert dawider: Ei, was himel? Hätte ich hie melh und Brot, Geld und Guts genug etc.»[14]. — «Also tut allzeit das Fleisch, solange es hier lebt, dehnet und zieht die Sünde nach sich, wehret sich und will nicht sterben, darum muß zuletzt Gott das auch hinrichten, daß es seinen Tod auch habe von der Sünde. Und ist doch dieses auch ein feiner sanfter Tod und wahrhaftig nichts anderes denn ein Schlaf, denn es soll nicht im Tode bleiben (weil die Seele und Geist nicht mehr im Tode ist), sondern wieder hervor, ausgereinigt und geläutert, am Jüngsten Tage wieder zum Geist kommen. Da wird es ein feiner, reiner, gehorsamer Leib sein, ohne alle Sünde und böse Lust»[15].

«Es fehlt uns allein daran, daß jetzt das unverständige Fleisch solches nicht begreifen kann; es erschrickt noch vor der Larve des [199] Todes.» — Der Tod hat für den Christen seine Wesenhaftigkeit verloren, er ist nur noch eine Larve, eine Maske. — Das Fleisch «meint, es leide noch den alten Tod, denn es verstehet nicht das geistliche Sterben der Sünde, kann nicht anders richten, denn wie es fühlet und siehet, daß der Mensch umkommt und unter der Erden verweset und verzehret wird. Solche scheußliche und häßliche Larven vor seinen Augen machet, daß es nicht hinan will, und ist doch allein seines Unverstandes Schuld, sonst würde es sich freilich nichts davor fürchten noch grauen lassen»[16].

In den Sterbeliedern der protestantischen Kirchen ist diese Verwandlung des Todes, dieses Ja-Sagen zum Tod, weit ausgebreitet. Und doch kann keiner mehr, auch nicht unsere kirchliche Gemeinde, in dieser Gewißheit aus denn Tode heraus leben, als ob er uns zu mächtig wäre, als ob wir nicht mehr die Macht hätten, wie sie uns in Luthers Lehre bezeugt wird. Das liegt natürlich auch an unserer Theologie. Freilich wird der Tod bei Luther nicht optimistisch beiseite geschoben, sondern er wird realistisch gesehen. Und die Menschen «in Christus» sind solche, die den Tod in sich übernehmen, ihn sterben: «Und hier hebt an die enge Pforte, der schmale Steig zum Leben (Mt 7,14), des muß sich ein jeglicher fröhlich erwägen, denn er ist wohl fast enge, er ist aber nicht lang. Und es geht hier zu, gleichwie ein Kind aus der kleinen Wohnung seiner Mutter Leib mit Gefahr und Ängsten geboren wird in diesen weiten Himmel und Erden, das ist auf diese Welt. Also geht der Mensch durch die enge Pforte des Todes aus diesem Leben. Und wiewohl der Himmel und die Welt, darin wir jetzt leben, groß und weit angesehen wird, so ist es doch alles gegen den zukünftigen Himmel viel enger und kleiner, denn der Mutter Leib gegen diesen Himmel ist. Darum heißt der lieben Heiligen Sterben eine neue Geburt, und ihre Festtage nennt man auf lateinisch Natale, ein Tag ihrer Geburt. Aber der enge Gang des Todes macht, daß uns dies Leben weit und jenes enge dünkt. Darum muß man das glauben und an der leiblichen Geburt eines Kindes lernen, wie Christus sagt: Ein Weib, wenn es gebiert, so leidet es Angst, wenn sie aber genesen ist, so gedenkt sie der Angst nim-[200] mer, dieweil ein Mensch geboren ist von ihr in die Welt (vgl. Joh 16,21). Also muß man sich auch im Sterben der Angst erwägen und wissen, daß danach ein großer Raum und Freude sein wird»[17].

Der Tod wird also von Luther hineingenommen in das Leben; er ist eine Funktion des Lebens geworden. So macht Gott die Seinen lebendig, ohne den Tod könnten wir nicht leben. Der Tod ist so, von Gott gewollt, die Antwort zum Leben. Und auch darin ist Christus Vorbild für uns, daß er den Tod auf sich genommen hat; er ist nicht an ihm vorbeigegangen. Es gibt kaum eine Schrift, in der das Todesproblem so klar gesehen ist wie in Platons «Phaidon». Hier ist das Problem des Todes durch die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele überwunden. Das heißt aber, der Tod ist nicht in Beziehung gesetzt zum Wesen des ganzen Menschen, also des «Ich» selber. Jesus aber geht dem Tod unmittelbar entgegen. Er nimmt den Tod unmittelbar auf sich. Luther kann diese Unmittelbarkeit des Todes und der Auferstehung Jesu Christi für den einzelnen Menschen, den Christen, und für die Seinen, gerade auch im Blick auf das Schicksal der Seele, sehr drastisch schildern, wenn er in einer Predigt über 1 Kor 15,25f. schreibt: «Aber ein Christ ist eben in dem, daß er ist Christ worden, in den Tod gesteckt und trägt sich alle Stund damit, wo er gehet und stehet, muß sein alle Augenblick warten, weil er hier lebet, da ihm der Teufel, Welt und sein eigen Fleisch keine Ruhe läßt. Doch hat er dagegen den Vorteil, daß er bereits aus dem Grabe ist mit dem rechten Bein und hat einen gewaltigen Gehilfen, der ihm die Hand reichet, nämlich seinen Herrn Christus, der schon längst gar heraus ist und ihn bei der Faust fasset und mehr denn die Hälfte herausgerucket hat, daß nicht mehr denn der linke Fuß dahinten bleibt, denn die Sünde ist ihm schon vergeben und ausgetilget, Gottes Zorn und die Hölle ausgelöscht, und lebet bereits gar in und bei Christus nach dem besten Stück (welches ist der Seele) teilhaftig des ewigen Lebens. Darum kann der Tod ihn nicht mehr halten noch ihm etwas anhaben, ohne das noch übrige Stück, die alte Haut, Fleisch [201] und Blut verwesen muß, daß es auch neu werde und der Seele folgen könne. Sonst sind wir schon gar hindurch ins Leben gekommen, weil Christus und meine Seele nicht mehr im Tod ist»[18].

Es gibt für die bekannte Auffassung, daß alles, was in Christus geschehen ist, für uns geschehen ist, sich auch auf das Sterben bezieht, einen geradezu genialen Ausspruch Luthers über Röm 4,25: Christus ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt: «Hier ist der Ruhm und Trost genommen denen, so durch Verdienst sich selbst wollen bei Gott selig machen. Denn weil ein solcher Tod mußte für unsere Sünde geschehen, der da heißt Jesus Christus Tod, und eine solche Auferstehung mußte geschehen, die auch Jesus Christus Auferstehung heißt, ist gut zu rechnen, daß entweder unser Verdienst nichts und verloren ist, oder Christus Tod und Auferstehung ist kein nütz und umsonst. Da sei. Gott vor, Amen»[19]. Und ebenso genial ist die dann folgende kurze Auslegung vom Röm 8,31: «Si Deus pro nobis, quis contra nos? (ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?). Wenn wir das Pronomen nos und nobis wohl könnten deklinieren und verstehen, so würden wir das nomen Deus auch wohl konjugieren, und aus dem nomen ein verbum machen, das hieße: Deus dixit, et dictus est (Gott hat geredet, und von ihm wird geredet). Da würde die Präposition contra zu allen Schanden werden, und endlich ein infra nos (unter uns) draus werden, wie es doch geschehen wird und muß. Amen».[20]

Deklinieren heißt beugen, auf uns beziehen —  dann würden wir das Wort Deus konjugieren, das heißt verbinden, coniungere, und aus dem nomen ein verbum machen, das hieße: Deus dixit … Mit anderen Worten, wenn wir angesichts der Todesmacht dieses, daß Gott für uns ist, recht könnten auf uns beziehen und könnten sehen, daß hierin Gottes Verheißung ist, dann würde eben das contra zu einem infra, wenn wir jetzt nämlich sagen würden: diese Mächte sind alle liquidiert, der Tod ist nicht mehr. [202]

Der Tod hört nicht einfach auf, gegen den Menschen zu sein, wenn man diesen aufklärt, wenn man ihm die Todesfurcht ausredet und nimmt, sondern er ist wirklich gegen uns, und er ist nur dadurch mehr gegen uns, daß Gott spricht und das Wort Gottes den Tod überwindet. Ohne daß Gott den Tod selbst übernimmt und damit aufhebt, ist er nicht aufgehoben, anders kann aus dem contra kein infra werden. Luther sagt zu Joh 8,51 (Wer mein Wort hält, der wird den Tod nimmermehr sehen): «Alle Welt fürchtet den Tod und verachtet doch diese Arznei dawider, nämlich Gottes Wort. Wie gehet das zu? Die Welt will und kann nicht glauben, daß Gottes Wort Gottes Macht sei. Denn sie siehet mit viehischen Augen die Buchstaben oder den mündlichen Hall an, denkt nicht, daß etwas mehr dahinter sei, sonderlich solche große Kraft Gottes. Aber wer das glaubt, wie S. Paulus Röm 1 sagt, daß Gottes Wort Gottes Kraft sei (Röm 1,16), der wird’s wohl lieb und wert halten. Denn der Tod, dem er sonst nicht entlaufen kann, ohne durch Gottes Wort, wird’s ihn wohl lehren»[21].

Die dynamis (Stärke, Gewalt) des Wortes Gottes ist eine Kraft, die die Todeswelt aufhebt. Wenn Gott für uns ist, d. h. wenn er sein Wort für mich einsetzt, dann ist damit die Todesmacht überwunden. Das verbum Dei ist immer schon gesprochen, auf die Welt der Auferstehung hin — und es ist unmöglich, daß das verbum Dei in der Todeswelt sein könnte, ohne damit die Riegel der Todeswelt zu sprengen: «Und hier sollen wir die Regel lernen, daß, wo im Psalter und in der Schrift die Heiligen also mit Gott handeln, vom Trost und Hilfe in ihren Nöten, daß da selbst gewißlich vom ewigen Leben und Auferstehung der Toten gehandelt wird, und daß solche Texte allzumal gehören auf den Artikel von, der Auferstehung und Ewigem Leben, ja auf das ganze dritte Stück des Glaubens, als vom Heiligen Geist, von der heiligen Christenheit, von Vergebung der Sünde, von der Auferstehung, vom Ewigen Leben, und fließt alles aus dem ersten Gebot, da Gott spricht: Ich bin dein Gott …».[22] [203]

Die Auferstehung ist also nicht einfach ein isoliertes Geschehen, an das wir zu glauben hätten — wer will uns eigentlich zwingen, an ein solches Faktum zu glauben —, sondern daß Gott etwas sei, dafür ist die Auferstehung ein Zeichen. Man könnte sagen: Wenn die Auferstehung nicht wäre, dann wäre Gott eine Vorstellung, dann werden wir uns mit den Atheisten von heute darüber streiten müssen, ob wir mit einer solchen Gottesvorstellung oder ohne sie in der modernen Welt leben wollen. Und man hat ja manchmal den Eindruck, als wenn der Streit heute wirklich ein Streit um ein Phantom ist. Die einen sagen: hinter eurer Vorstellung ist nichts — und die anderen sagen: jawohl, hinter unserer Vorstellung ist etwas. Das sind dann zwei Weltanschauungen, und für diese Weltanschauungen werden lebendige Menschen geopfert — für den lebendigen Gott werden keine Menschen geopfert; nur einer ist für ihn geopfert worden, er selber. Die Auferstehung ist so gewiß wie Gott Gott ist. Wenn Gott nur eine Vorstellung ist, die der Mensch sich formt, um auf diese Weise einen Ordnungsbegriff zu haben für das Dasein der Welt oder einen Garanten zu haben für das Sittengesetz oder einen Richter über Gut und Böse oder um einen Trost zu haben für seine Angefochtenheit — wenn Gott nur das ist, dann bedürften wir in der Tat keiner Auferstehung.

Quelle: Hans Joachim Iwand, Nachgelassene Werke, hrsg. v. Helmut Gollwitzer, Walter Kreck, Karl Gerhard Steck und Ernst Wolf, Bd. 5: Luthers Theologie, München: Kaiser 21983, 188-203.


[1] WA 30/1, 390, 7f. (Der Kleine Katechismus, 1529).

[2] WA 49, 735, 22 ff. (Predigten des Jahres 1545. 10. Mai. 1 Kor 15,51 ff., Dr.).

[3] Ebd. 738,14ff. (Dr.).

[4] WA 34/2, 110, 29ff. (Predigten des Jahres 1531. 19. August. Tit 2,13, Dr.).

[5] WA 36, 243, 32 ff. (Predigten des Jahres 1532. 18. August. 1 Thess 4,13f., Dr.).

[6] Ebd. 248, 24ff. (Dr.).

[7] In dem Liede «Mit Fried und Freud ich fahr dahin» heißt die letzte Zeile des ersten Verses: «Der Tod ist mein Schlaf worden»; vgl. WA 35, 439, 2, Nr. 13 (EKG 310, 1).

[8] WA36, 241, 14ff. (Dr.).

[9] Ebd. Z. 18ff. (Dr.).

[10] H. J. Iwand bezieht sich hier auf Luthers Auslegung zu Psalm 90; vgl. WA 40/3, 484-594, besonders S. 493 f. und S. 536-551 zu V. 7 (Enarratio Psalmi XC. 1534/35).

[11] WA 36, 527, 17ff. (Predigten des Jahres 1532. 22. September. 1 Kor 15,12-15, Dr.).

[12] WA 31/1, 158, 27ff. (Auslegung des 118. Psalms. Das Confitemini 1530, Dr.).

[13] Ebd. 159, 26ff. (Dr.).

[14] WA 22, 100, 3 ff. (Crucigers Sommerpostille. Epistel am 6. Sonntag nach Trinitatis Röm 6,3-11).

[15] Ebd. Z. 27ff.

[16] Ebd. 101, 22 ff.

[17] WA 2, 685, 22 ff. (Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben. 1519, «Zum Dritten»)

[18] WA. 36, 581, 18ff. (Predigten des Jahres 1532.3. November).

[19] WA 48, 203, zu Nr. 272 (Sprüche aus dem Neuen Testament).

[20] Ebd. zu Nr. 273.

[21] Ebd. S. 156, zu Nr. 204.

[22] WA 31/1, 154, 27ff. (Auslegung des 118. Psalms. Das Confitemini 1530, Dr.).

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